Die Geschichte des Wifesharings

Wifesharing - Mann teilt Frau mit einem anderen Mann | Foto: be free; adobe stock

Hinter dem „Wifesharing“ verbirgt sich eine sexuelle Praktik, an der alle Beteiligten Gefallen finden. Bei dieser teilt ein Mann seine Ehefrau oder feste Freundin mit einem oder mehreren Geschlechtsgenossen. Seinen Ursprung hat das Teilen oder Ausleihen der Frau in der Antike. Spartanischen Männern stand es zu, ihre Gemahlin kurzzeitig einem anderen Mann zu überlassen. Dies geschah, um innerhalb der Gesellschaft mehr Kinder zu zeugen. Was früher aus ökonomischer Notwendigkeit resultierte, entspringt heute der sexuellen Abenteuerlust von Paaren.

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Wifesharing – Geschichten aus der Vergangenheit

Zu welchem Zeitpunkt die ersten Wifesharing-Geschichten in Umlauf kamen, ist nicht belegbar. Jedoch gab es in den vergangenen Jahrtausenden mehrere Kulturen, die das freiwillige oder unfreiwillige Teilen oder Ausleihen der Ehefrau praktizierten. In der Antike ließen die Spartaner ihre Frauen mit ledigen Männern schlafen, sodass diese Nachkommen zeugen konnten.

Einen Schritt weiter ging das Wifesharing in der tibetanischen Feudalzeit im siebten bis zehnten Jahrhundert. Die Polyandrie nahm in der damaligen Gesellschaft ihren Lauf. Der Fachbegriff bedeutet übersetzt „Vielmännerei“. Er bezeichnet die Ehe zwischen einer Frau und mehreren Männern.

Im damaligen Tibet kam die Polyandrie bei Bauern vor, die zur Treba-Klasse zählten. Diese waren Leibeigene, die selbst Land besaßen.  Die Familienkonstellation mit mehreren Männern bot zu dieser Zeit mehrere Vorteile. Ein männliches Familienmitglied leistete dem Herrn Frondienste und die verbliebenen Männer kümmerten sich um Land, Familie und Vieh.

Aus dem Mittelalter ist eine andere Form des Wifesharings überliefert: das Recht der ersten Nacht. Das „ius primae noctis“ soll es einem Feudalherrn erlaubt haben, mit der Braut eines Untergebenen die Hochzeitsnacht zu verbringen. Obgleich sich derartige Geschichten in zahlreichen Romanen und Filmen wiederfinden, ist die Beweislage für die Existenz dieses „Herrenrechts“ dürftig.

Als Beleg für das unfreiwillige Wifesharing dient der „Schiedsspruch aus Guadalupe“ aus dem Jahr 1486. Dieser beendete einen Krieg zwischen Bauern und ihren Feudalherren aus Katalonien. Die Vasallen forderten darin die Abschaffung einer ihnen auferlegten Regelung. Laut dieser haben ihre Herren in der ersten Nacht eine Frau auswählen und in ihr Bett führen dürfen.

Inzwischen meint das Wifesharing kein notwendiges oder erzwungenes Ausleihen der Ehefrau. Stattdessen handelt es sich um eine in beiderseitigem Einvernehmen stattfindende Sexpraktik. Bei dieser teilt ein Mann seine Gespielin mit einem Geschlechtsgenossen. In dieser Konstellation bezeichnet das Wifesharing einen Dreier aus zwei Männern und einer Frau.

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Was unterscheidet das Wifesharing vom Cuckolding?

Bei einem Cuckold handelt es sich um einen meist devoten oder masochistisch veranlagten Mann. Dieser sieht seiner Gespielin beim Liebesspiel mit einem anderen Sexpartner zu und genießt Gefühle der Eifersucht und Erniedrigung. Cuckolding bedeutet demnach das Beobachten eines Seitensprungs.

Einmaligen ungeschützten Geschlechtsverkehr außerhalb der primären Partnerschaft gaben in einer 2017 veröffentlichten Studie fünf Prozent der Befragten zu. Acht Prozent gingen sogar mehrmals fremd. In den meisten Fällen geschieht dies ohne Wissen und Einwilligung des festen Partners. Im Gegensatz dazu sind beim Cuckolding die Seitensprünge des dominanten Parts der Beziehung bewusst vor den Augen des Cuckolds oder der Cuckquean inszeniert.

Praktiziert ein Cuckold das Wifesharing, schläft er mit seiner Geliebten zusammen mit einem anderen Mann. Beim Cuckolding kommt es jedoch häufiger vor, dass die dominante Frau ihrem devoten Gespielen sexuelle Interaktionen vorenthält. Das bedeutet, dass ein Cuckold – verniedlicht „Cucki“ genannt – nicht zwingend Wifesharing-Erfahrung sammelt.

Wie geht das Wifesharing vonstatten?

Laut einer Durex-Studie aus dem Jahr 2015 wünschen sich 24 Prozent der Männer einen „flotten Dreier“. An dieser Fantasie finden allerdings laut Umfrageergebnis nur sieben Prozent der Frauen Gefallen. Beim Wifesharing fühlen sich alle Beteiligten von der erotischen Spielart angesprochen. Wie der Wifesharing-Sex funktioniert und wer daran teilnimmt, hängt von individuellen Vorlieben ab.

Teilen sich zwei Männer eine Frau, schlafen sie zusammen oder nacheinander mit ihrer Gespielin. Zu den Stellungen bei einem Dreier in dieser Konstellation gehören:

  • Oraler Doggystyle: Bei dieser Stellung kniet die Frau auf dem Bett. Ein Mann dringt von hinten vaginal oder anal in sie ein. Ihren zweiten Gespielen befriedigt sie währenddessen mit dem Mund.
  • Sandwich: Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Reiterstellung und Doggystyle. Ein Mann liegt auf dem Rücken. Die Frau sitzt auf ihm und führt seinen Penis vaginal ein. Anschließend beugt sie sich vor, um den Po in die Höhe zu recken. Ihr zweiter Sexpartner penetriert sie daraufhin anal.
  • Doppelpenetration: Die Stellung funktioniert ähnlich wie das Sandwich. Allerdings liegt die Frau auf dem Gespielen, der vaginal in sie eindringt. Auf ihrem Rücken wiederum positioniert sich der Mann, der sie gleichzeitig anal nimmt.
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Alternativ funktioniert das Wifesharing mit mehreren Frauen und Männern im Rahmen einer Wifesharing-Party. Hierbei genießen einzelne Paare miteinander den Geschlechtsverkehr oder es kommt zu einem „Gangbang“. Dieser Begriff steht für „Gruppensex“, bei dem eine Frau nacheinander oder gleichzeitig mit mehreren Männern schläft.

Weitere Inspirationen für Sexpraktiken und -stellungen finden sich in einem Wifesharing-Forum oder interessierte Männer und Frauen lesen Sexgeschichten zum Wifesharing. Alternativ schauen sich Paare oder Besucher einer erotischen Party zusammen einen Wifesharing-Porno an, um lustvolle Szenen im Anschluss nachzuspielen.

Was gibt es beim Wifesharing zu beachten?

Entscheidet sich ein Paar, den Wifesharing-Sex auszuprobieren, empfiehlt sich im Vorfeld ein offenes Gespräch. Dieses thematisiert individuelle Wünsche und Grenzen bei der sexuellen Spielart.

Bevor sich Männer und Frauen auf das erste Wifesharing einlassen, hilft ein Blick in die eigene Gefühlswelt. Fühlen sie sich mit Sex außerhalb der festen Partnerschaft wohl und sicher? Die Praktik eignet sich weniger für Menschen, die zu starker Eifersucht neigen oder sich in Gegenwart Dritter gehemmt fühlen.

Beim Wifesharing mit einem unbekannten Dritten gehören Kondome zur Standardausstattung. Sex ohne das Präservativ kommt nur infrage, wenn alle Beteiligten „sauber“ sind und sich vertrauen. In diesem Kontext meint der Begriff „Sauberkeit“, dass keine sexuell übertragbaren Krankheiten vorliegen.

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Fazit

Beim Wifesharing teilen sich mehrere Männer eine Frau. Ob der Sex zu zweit, zu dritt oder mit mehreren wechselnden Partnern stattfindet, unterscheidet sich abhängig von den eigenen Vorlieben. Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten mit dieser sexuellen Spielart wohlfühlen.