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Wann wurde der Infrarot Heizstrahler erfunden?

Infrarotheizstrahler findet man heute in den verschiedensten Bereichen in Wirtschaft und Haushalt. Dabei ist diese Art der Wärmeproduktion noch gar nicht so alt. Seinen Anfang nahm die Entwicklung des Heizstrahlers mit Infrarotstrahlen zum Ende des 19. Jahrhunderts hin. Die Infrarotstrahlung als solche wurde bereits fast 100 Jahre früher entdeckt – nur als Wärmequelle genutzt wurde sie damals noch nicht.

Auch die ersten Infrarotheizstrahler waren eigentlich gar nicht als solche gedacht. Walther Nernst war der Entwickler einer Glühlampe, die nicht nur Licht erzeugte, sondern auch Infrarotstrahlung. Dass die sogenannte Nernstlampe nicht nur leuchten, sondern auch heizen konnte, war ein absolutes Novum in der damaligen Zeit. Es sollte noch einmal gut eineinhalb Jahrzehnte dauern, ehe die Firma AEG auf der Grundlage der Nernstlampe erste Heizstrahler mit Infrarotstrahlung auf den Markt brachte.

Was macht den Infrarot Heizstrahler so besonders?

Infrarotstrahlung durchdringt die Luft, ohne diese wirklich zu verändern. Durch einen Infrarotheizstrahler wird also nicht direkt wärmere Luft in einem Raum produziert. Viel mehr erwärmt ein Infrarot Heizstrahler die Oberfläche, auf der die Strahlung aufkommt. Diese Strahlungswärme wird von den meisten Menschen als sehr angenehm empfunden.

Im Vergleich zu klassischen Stromheizungen, die Wärme an die Umgebungsluft abgeben, oder andere Heizkörper kommt es beim Heizen mit einem Infrarot Heizstrahler auch nicht zu Luftverwirbelungen. Das bringt gerade für Allergiker einen großen Vorteil mit sich – es kommt nicht zu einem vermehrten Aufwirbeln von Staubpartikeln durch unterschiedlich warme und kalte Luftströme in einem Raum.

Darüber hinaus sind Infrarotheizstrahler inzwischen auch in der Anschaffung vergleichsweise günstig. Allein der Umstand, dass die Heizenergie aus Strom gewonnen wird, macht den Heizstrahler im täglichen Betrieb zu einem durchaus teuren Vergnügen – zumindest, wenn ein größerer Raum mit einem solchen Heizstrahler beheizt werden soll. Wird er allerdings punktuell eingesetzt um in gewissen Situationen für mehr Wärme zu sorgen, kann ein Elektroheizstrahler mit Infrarot eine perfekte Ergänzung sein.

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Infrarot Heizstrahler auf der Terrasse – macht das Sinn?

Für viele Menschen ist die Terrasse so etwas, wie das verlängerte Wohnzimmer im Sommer. Doch heute sind schon lange nicht mehr alle nur mit einer Nutzung in den wärmsten Monaten des Jahres zufrieden. Trends wie das Wintergrillen beispielsweise, locken die Menschen auch in kälteren Jahreszeiten aus dem Haus und auf ihre Terrassen. Außerdem gibt es selbst im Sommer immer mal wieder Abende, an denen es irgendwann zu kühl wird, um es sich auf der Terrasse gemütlich zu machen.

Ein Infrarot Heizstrahler für die Terrasse könnte da eine interessante Lösung sein. Allerdings erwärmt dieser nur Oberflächen und nicht die Luft, rund um den Strahler selbst. Deshalb stellt sich die Frage, ob ein solcher Heizstrahler auf der Terrasse bei kühleren Temperaturen wirklich hilft.

Tatsächlich kann ein Infrarotheizstrahler auf der Terrasse für eine gewisse Wärme sorgen. Zum einen spüren die Personen, die in Reichweite des Strahlers sitzen die angenehme Wärme auf der Haut. Die Kleidung wird ebenfalls erwärmt. Aber auch Oberflächen wie der Terrassentisch und die Stühle, die entsprechende Strahlung abbekommen, werden durch die Strahlung wärmer. Diese geben die Wärme dann wiederum an ihre Umgebung ab, was auch die Luft rund um die Sitzenden herum wieder etwas wärmer macht.

Wer also einen Infrarotheizstrahler nutzen möchte, um im Frühling oder Herbst ein paar mehr angenehme Abende im Freien zu verbringen oder um im Sommer auch an kühleren Abenden auf der Terrasse nicht zu frieren, kann so kostengünstig für etwas mehr Wärme für alle Anwesenden sorgen.

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Wo kommen Infrarotheizstrahler im Haushalt zum Einsatz?

Heute kommen Infrarot Heizstrahler in den unterschiedlichsten Bereichen im Haushalt zum Einsatz. Als Werkstattheizung, beispielsweise für Werkstatträume im Keller oder in einem Gartenhaus, die nicht so beheizt sind, kann ein Infrarotheizstrahler gute Dienste leisten.

Oft wird ein Infrarotheizstrahler auch als Heizquelle über einem Wickeltisch verwendet. Wenn man sichergehen möchte, dass der Nachwuchs beim Wickeln oder nach dem warmen Bad nicht friert, ist ein Infrarotheizstrahler auf jeden Fall die optimale Wahl.

Auch als zusätzliche Wärmequelle in größeren Räumen wie einem Wohnzimmer beispielsweise, kann ein leistungsstarker Infrarotheizstrahler eine gute Alternative sein. Vor allem, wenn es darum geht, abends auf dem Sofa noch einmal etwas zusätzliche Wärme zu bekommen. Hier sollte man allerdings auch an den Stromverbrauch denken und das Gerät wirklich nur für einen Zeitraum von 10 bis 15 Minuten in Betrieb nehmen. Dann hat man sich selbst und Decken und Möbelstücke rundherum etwas aufgeheizt, sodass die Wärme eine Weile vorhalten wird.

Infrarotheizstrahler waren auch bereits Thema bei der Stiftung Warentest. Wobei diese zuletzt festgestellt hat, dass Infrarotheizungen eine Alternative sein können, wenn wirklich einmal die Gasversorgung ausfällt. Dabei wird ein Infrarotheizstrahler niemals die gleiche Wärme im Raum verbreiten, die ein brennender Kamin beispielsweise erreichen könnte. Wer aber keine Möglichkeit hat, seine Wohnung oder sein Haus mit einem solchen Kamin nachzurüsten, kann mit einem Infrarotheizstrahler für eine alternative Wärmequelle sorgen.

Vor dem Kauf auf die Verbrauchswerte achten

Wer sich einmal mit dem einen oder anderen Infrarot Heizstrahler Test beschäftigt, wird schnell feststellen, dass der Stromverbrauch von Gerät zu Gerät stark variieren kann. Da Strom nach wie vor der teuerste Energieträger für die Heizung ist, sollte man beim Kauf eines Infrarotheizstrahlers auf jeden Fall darauf achten, wie viel Strom dieser tatsächlich verbraucht, damit die zusätzliche Wärmequelle nicht zu einem bösen Erwachen bei der Stromrechnung führt.

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Bild von Stan Petersen auf Pixabay

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).