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Wann wurde der Kamin / Kamineinsatz erfunden?

Ein Heizkamin mit Kamineinsatz wurde zum Standard der modernen Kamine. Das über Jahrhunderte verwendete Konzept des offenen Kamins entspricht den heutigen Anforderungen an eine effektive und umweltfreundliche Holzheizung nicht mehr. Der Heizkamin (oder auch Warmluftkamin genannt) stellt eine Weiterentwicklung des offenes Kamins dar und bringt dem Betreiber Energieffizienz, ohne dass auf das schöne Flammenspiel des Holzfeuers verzichtet werden muss.

Ein Heizkamin besteht aus einem fertigen Kamineinsatz und der Kaminverkleidung, die ganz individuell gestaltet werden kann.  Der Vorteil eines solchen Warmluftkamins ist, dass er sehr schnell Wärme liefert. Im Vergleich zu einem Grundofen hat Heizkamin eine geringe Wärmespeicherung (bleibt nicht so lange warm). Sie spüren aber bereits nach 15 – 20 Minuten die Wärme. Deswegen ist ein Heizkamin mit Kamineinsatz besonders dann geeignet, wenn Sie nach Hause kommen und schnell Wärme benötigen.

Was ist ein Kamineinsatz?

Der Kamineinsatz ist ein Heizgerät, welches das Funktionselement eines Heizkamins bildet. Der Kamineinsatz wird von außen verkleidet, nach dem Einbau bleibt nur die Kamineinsatztür mit der Glasscheibe sichtbar. Die Gesamtheit des Kamineinsatzes und der Kaminverkleidung nennt man Heizkamin (oder auch Warmluftkamin).

Die Verkleidung des Heizkamins kann auf eine beliebige Weise ausgeführt werden, so dass der Kamin genau den Vorstellungen des Betreibers entspricht. Aus optischer Sicht ist auf dem Kamineinsatz nur die Front mit Kamintür maßgebend, da der Rest nach dem Einbau unsichtbar ist.

Sehr wichtig ist beim Kamineinsatz die Verbrennungstechnik und die Qualität der Verarbeitung. Man unterscheidet zwischen Kamineinsätzen aus Gusseisen und Kamineinsätzen aus geschweißtem Stahlblech.

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Wann wurden Kamine und Kamineinsätze erfunden?

Antike Feuerstellen ähnlich der heutigen Kamine gibt es bereits seit mehreren Millionen Jahren. Sie entsprechen dem Urbedürfnis des Menschen nach Wärme in der kalten Jahreszeit. Beweise für prähistorische, von Menschen gemachte Feuer gibt es auf allen fünf bewohnten Kontinenten. Der Nachteil der frühen Feuerstellen in Innenräumen war, dass sie giftigen und/oder störenden Rauch in der Wohnung erzeugten.

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Diese Feuerstellen entwickelten sich mit der Zeit zu erhöhten Feuerstellen in Gebäuden, der Rauchabzug hing jedoch immer noch von offenen Fenstern oder Löchern in Dächern ab. Der mittelalterliche große Saal hatte in der Regel eine zentral gelegene Feuerstelle, in der ein offenes Feuer brannte, dessen Rauch zu einem Abzug im Dach aufstieg. Im Mittelalter wurden Lüftungsschlitze entwickelt, mit denen die Dachöffnungen abgedeckt werden konnten, damit Regen und Schnee nicht eindringen konnten.

Ebenfalls im Mittelalter wurden Rauchabdeckungen erfunden, um zu verhindern, dass sich der Rauch in einem Raum ausbreitet, und ihn durch eine Wand oder ein Dach abzuführen. Sie konnten an Steinmauern angebracht werden, anstatt die Mitte des Raumes einzunehmen, und ermöglichten so die Beheizung kleinerer Räume.

Die Schornsteine wurden im 11. oder 12. Jahrhundert in Nordeuropa erfunden und lösten das Problem des Rauches weitgehend, indem sie ihn zuverlässiger nach außen ableiteten. Sie ermöglichten es, der Feuerstelle einen Luftzug zu verleihen, und machten es möglich, Feuerstellen in mehreren Räumen eines Gebäudes auf bequeme Weise zu installieren. Sie setzten sich jedoch nicht sofort durch, da sie in Bau und Unterhalt teuer waren.

Im Jahr 1678 erhöhte Prinz Rupert, ein Neffe Karls I., den Rost des Kamins und verbesserte so den Luftstrom und das Entlüftungssystem. Im 18. Jahrhundert gab es zwei wichtige Entwicklungen in der Geschichte des Kamins. Benjamin Franklin entwickelte eine Konvektionskammer für den Kamin, die die Effizienz von Kaminen und Holzöfen erheblich verbesserte. Außerdem verbesserte er den Luftstrom, indem er die Luft aus einem Keller abzog und über einen längeren Bereich an der Oberseite entlüftete. Im späteren 18. Jahrhundert entwarf Graf Rumford einen Kamin mit einem hohen, flachen Feuerraum, der den Rauch besser nach oben und aus dem Gebäude zog. Durch die flache Bauweise wurde auch die in den Raum projizierte Wärmemenge erheblich verbessert. Rumfords Entwurf ist die Grundlage für moderne Kamine.

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Kamineinsätze aus Stahlblech

Bei diesen Kamineinsätzen besteht der Korpus (Chassis) aus geschweißtem Stahlblech. Der Brennraum wird mit Schamotte, Vermikulit oder Feuerbetonplatten ausgekleidet, um den Kamineinsatzkörper von der Hitzeeinwirkung zu schützen und eine hohe Verbrennungstemperatur zu erzielen.

Eine hohe Verbrennungstemperatur ist bei der Holzverbrennung sehr wichtig, da es so zur vollständigen Verbrennung kommt – das Ergebnis ist die Reduzierung der Asche sowie niedrige Emissionswerte.

Kamineinsätze aus Stahlblech sind sehr robust. Die Feuerraumauskleidung muss nach einigen Jahren erneuert werden, ansonsten ist der Kamineinsatz sehr pflegeleicht. Die Rippung auf der Kaminoberfläche sorgt für eine hohe Wärmeabgabe.

Kamineinsatz aus Gusseisen

Bei dieser Art der Kamineinsätzen ist die Qualität des verwendeten Materials sehr wichtig. Auch sollten die Kamineinsätze möglichst aus einem Teil bestehen (monolithische Kamineinsätze). Ein Kamineinsatz, der aus mehreren Gusseisenteilen besteht, kann bei niedriger Verarbeitungsqualität mit der Zeit in der Dichtigkeit nachgeben, was zu Rauchgasauslösung führen kann.

Gusseiserne Kamineinsätze leiten die Wärme schneller ab und entwickeln meistens niedrigere Verbrennungstemperaturen als ausschamottierte Kamineinsätze. Gusseisen hat eine längere Lebensdauer als Schamottsteine. Auf der anderen Seite stellt der Bruch eines gusseisernen Kamineinsatzes eher ein Problem als der Austausch des Schamottsteins.

Kamineinsatz wasserführend

Der wasserführende Kamineinsatz ist eine ideale Ergänzung Ihres Heizsystems. Heizen mit Holz ist günstig, und ein wasserführender Kamineinsatz kann über einen Pufferspeicher das Haus mit Heiz- und Brauchwasser versorgen. Er kann in verschiedenen Größen und Designs erworben werden. Die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten der Kaminverkleidung ermöglichen eine optimale Integration in den Wohnbereich.

Wasserführende Kamineinsätze geben einen Teil der Wärme als Strahlungswärme über die Glastür ab, der größerer Anteil wird durch den Wärmetauscher aufgefangen und für die Wassererwärmung im Wasserregister genutzt.

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Wie Sie einen hochwertigen Kamineinsatz erkennen

Ein Kamineinsatz hat grundsätzlich zwei Funktionen. Er dient vor allem als Designelement im Wohnraum, aber auch als energieeffiziente Holzheizung. Bei der Wahl des Kamineinsatzes sollten Sie sich zuerst für die gewünschte Optik entscheiden. Das schränkt die große Auswahl der Angebote bereits erheblich ein.

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Ein Kamineinsatz ist eine langfristigere Investition, die richtige Modellauswahl sowie harmonische Integration in den Wohnraum ist von großer Bedeutung. Sie sollten sich jedoch nicht nur auf das Design konzentrieren. Ein wichtiger Aspekt bei einem Kamineinsatz ist die Verbrennungstechnik sowie die gesamte Qualität der Verarbeitung.

Die Verbrennungstechnik ist maßgebend für einen energieeffizienten und emissionsarmen Betrieb des Kamineinsatzes. Ein hoher Wirkungsgrad bedeutet, dass Sie weniger Holz für die Wärmeerzeugung benötigen. Idealerweise sollte der Wirkungsgrad mehr als 78 % betragen. Erhältlich sind aber auch Kamineinsätze, die einen viel höheren Wirkungsgrad erzielen.

Auch die ökologische Seite einer Holzheizung wird immer wichtiger – unserer Umwelt zuliebe. Moderne Kamineinsätze erzielen sehr niedrige Emissionswerte und produzieren nur minimale Mengen an Feinstaub. Die gesetzlichen Anforderungen wurden in den letzten Jahren verschärft und an den derzeitigen Stand der Verbrennungstechnik angepasst. Achten Sie bei der Wahl des Kamineinsatzes darauf, dass er diese Anforderungen erfüllt.

von eluxirphoto auf Pixabay

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).