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Wann wurde das Sudoku erfunden?

Bild: ©photology1971 / stock adobe

Auf der Grundlage des Schweizer Mathematikspiels „Lateinisches Quadrat“ entwickelte der Architekt Howard Garns im Jahre 1979 das Sudoku wie wir es heute kennen. Allerdings blieb der Erfolg zunächst aus, bis der Erfinder Maki Kaji 1983 zufällig in Japan durch eine Zeitschrift auf dieses Knobelspiel aufmerksam wurde. In den darauffolgenden Jahren gewann Sudoku zunehmend an Beliebtheit, bis sich das Zahlenrätsel im Jahre 2004 schließlich international etablierte.

Was ist Sudoku?

Sudoku ist ein Zahlenrätsel, das auf einem großen Quadrat basiert. Dieses Quadrat gliedert sich wiederum in neun kleinere Quadrate. In jedem abgegrenzten Bereich befinden sich 3 x 3 Kästchen, die entweder leer oder mit einer Ziffer im Zahlenraum von 1 bis 9 versehen sind. Das Ziel besteht darin, für jedes Feld die passende Zahl zu finden und entsprechend einzutragen. Das Sudoku gilt als gelöst, wenn alle Felder besetzt sind. Mittlerweile haben sich neben dem klassischen Sudoku noch weitere Formen etabliert, bei welchen das Spielprinzip etwas abweicht.

Wie funktioniert Sudoku?

Beim Lösen des klassischen Sudokus sind die insgesamt 81 Felder so mit den Zahlen 1 bis 9 zu bestücken, dass pro Spalte, Zeile und Quadrat jede Ziffer nur ein einziges Mal vorkommt. Dabei gibt es keine feste Reihenfolge, in welcher die Felder auszufüllen sind.

Je nachdem, wie viele Zahlen von Anfang an gegeben sind und wo sich diese in den Quadraten befinden, fällt der Schwierigkeitsgrad unterschiedlich aus. Ist das Sudoku leicht, sind mehrere Ziffern gegeben, während bei schwierigen Exemplaren auch leere Quadrate vorhanden sind.

Sudoku kann klassisch mit Stift und Papier in Zeitschriften und Büchern, als Brettspiel oder digital im Internet mit dem PC, Smartphone oder Tablet gespielt werden.

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Worauf ist beim Kauf von Sudoku zu achten?

Während Sudoku einerseits nachgesagt wird, dass dieses die Konzentrationsfähigkeit verbessert und des logischen Denkens fördert, gibt es auch Studien, die diese These nicht bestätigen. Unabhängig davon wird Sudoku häufig als Auszeit in den Alltag integriert, um zur Ruhe zu kommen. Anders als Jenga oder ein Puzzle lässt sich Sudoku auch unterwegs spielen. Damit das Sudoku die persönlichen Erwartungen erfüllen kann, sind beim Kauf die folgenden Kriterien zu berücksichtigen:

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Altersempfehlung und Schwierigkeitsgrad

Einfache Exemplare mit insgesamt 16 Feldern vermitteln Vorschulkindern mit Hilfe von Symbolen oder Farben bereits ein erstes Grundverständnis für das spätere Spielprinzip. Ab etwa sechs Jahren kommen kleine Sudokus im Zahlenraum von 1 bis 4 bzw. von 1 bis 6 infrage. Mit rund sieben Jahren kann der Nachwuchs bereits ein einfaches klassisches Sudoku lösen. Varianten mit einem hohen Schwierigkeitsgrad kommen ab etwa 12 Jahren infrage. Grundsätzlich sind Sudokus bis in das hohe Alter lösbar. Mit reichlich Erfahrung ist es möglich, ein wahrer Sudokuexperte zu werden.

Varianten

Neben dem klassischen 9 x 9 Sudoku haben sich inzwischen zahlreiche Varianten etabliert. Zu den 7 beliebtesten Modifikationen gehören:

X-Sudoku

Zusätzlich zu den bestehenden Regeln des klassischen Sudoku dürfen auch in den beiden Hauptdiagonalen die Ziffern von 1 bis 9 nur einmal vorkommen. Diese Hauptdiagonalen bilden zusammen ein X. Bei kleineren Varianten, die lediglich aus 2 x 4 großen Quadraten bestehen, ergeben die Diagonalen kein gemeinsames Schnittfeld.

Multi-Sudoku

Diese Variante beinhaltet anstelle eines großen Rasters gleich 5 große Quadrate. Das mittlere Quadrat ist an jeweils einer Ecke mit einem weiteren Sudoku verbunden. Hierbei gelten dieselben Regeln wie bei der klassischen Variante.

Killer-Sudoku

Das Killer-Sudoku besteht aus einem Raster, indem bestimmte Bereiche mit einer Ziffer versehen sind. Alle Zahlen aus dem definierten Bereich müssen mit ihrer Summe exakt diese Zahl ergeben.

Nonomino Sudoku

Die ursprünglichen 9 Quadrate werden bei dieser Variante in unförmige Cluster gegliedert. Ebenso wie beim Standard Sudoku sind diese mit den Ziffern von 1 bis 9 zu versehen.

Even-Odd-Sudoku

Bei dieser Sonderform besteht für einzelne Felder die Vorgabe, dass diese mit einer ungeraden oder geraden Ziffer auszufüllen sind.

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Roxdoku

Hierbei handelt es sich um ein dreidimensionales Sudoku mit einer Grundform von 3 x3 x 3. Die Felder sind dabei als Würfel gestaltet. Diese Sonderform kann sowohl mit Zahlen als auch mit Buchstaben gespielt werden. Gemäß der Spielregel darf in allen Spalten, Zeilen und Ebenen jeder Buchstabe bzw. jede Zahl nur einmal vorkommen. Diese Variante ist in unterschiedlichen Größen erhältlich und wird für gewöhnlich am Computer gespielt. Dabei lässt sich das Feld in alle Richtungen drehen.

Farben-Sudoku

Zusätzlich zu den Regeln des klassischen Sudokus dürfen Bereiche mit derselbe Farbe keine doppelte Zahl aufweisen.

Medium

Je nachdem, auf welche Art und Weise Sudoku gespielt werden soll, kommen verschiedene Medien infrage:

Printmedien: Sudoku ist als Logikrätsel in zahlreichen Zeitschriften vertreten. Für den ausschließlichen Spielspaß sind auch reine Sudoku Zeitschriften oder ganze Bücher mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden am Markt erhältlich. Diese Sudokus werden ganz klassisch mit Papier und Stift gelöst.

Brettspiel: Mit Hilfe einer Aufbauanleitung für die vorgegebenen Ziffern ist Sudoku auch als Brettspiel aus Holz oder Kunststoff spielbar. Das Brett weist das jeweilige Raster mit den bekannten Quadraten auf. Die einzelnen Spielsteine sind Würfel, die auf jeder Seite mit einer Ziffer bedruckt sind. Durch Drehen lassen sich die gewünschten Zahlen auf die entsprechenden Felder platzieren. Um die vorgegebenen von den selbst gesetzten Spielsteinen unterscheiden zu können, werden für gewöhnlich unterschiedliche Farben eingesetzt. Gemäß der Aufbauanleitung umfasst ein Sudoku Brettspien bis zu 100 verschiedene Sudokus.

Digital: Soll das Sudoku von überall aus verfügbar sein, ist die digitale Variante eine durchaus interessante und platzsparende Möglichkeit. Auf diese Weise lässt sich das beliebte Rätselspiel sowohl über den Internetbrowser, als CD-Rom oder über eine App nutzen. Mit dem Sudokuknacker ist es möglich, Sudoku online zu lösen. Alternativ steht das jeweilige Sudoku zum Ausdrucken zur Verfügung. Online Sudokus gelingen mit einem Sudokulöser. Dabei wird das gewünschte Feld angetippt und die jeweilige Zahl ausgewählt. Vermeintlich fehlerhaft eingetragene Ziffern lassen sich mit nur einem Klick entfernen. Ist das Sudoku sehr schwer, besteht meist die Möglichkeit, einzelne Tipps zu erhalten. Im Internet wird manches Sudoku kostenlos bereitgestellt.

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Wichtige Vorüberlegungen, die den Kauf eines Sudokus vereinfachen können

Damit das Sudoku den gewünschten Spielspaß mit sich bringt, empfiehlt es sich, vor dem Kauf die folgenden Aspekte abzuwägen:

  • Welche Schwierigkeitsgrade sollen abgedeckt werden?
  • Soll dasselbe Rätsel mehrmals lösbar sein?
  • Wird beim Sudoku spielen Internet benötigt?
  • Welche Variante soll das Sudoku abdecken?
  • Welches Medium wird bevorzugt?
  • Auf welche Altersklasse soll das Sudoku ausgelegt sein?

Bild: ©photology1971 / stock adobe

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).