Die Wurzeln des ersten Spielzeug Schaukelpferds gehen mit großer Wahrscheinlichkeit bis in das 17. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit wurden in den USA hölzerne Pferde mit Schaukelfunktion gefertigt. Als Inspiration dienten dabei griechische Vorläufer von Pferden auf Rädern, die als Nachziehspielzeug bzw. zum Aufsitzen entwickelt wurden. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelangte das Schaukelpferd, das zunächst als „Rocking Horse“ bekannt war, über England nach Mitteleuropa.
Was ist ein Schaukelpferd?
Ein Schaukelpferd verkörpert ein Abbild eines „echten“ Pferdes. Das massive Innenleben ermöglicht es Babys und Kleinkindern auf den Rücken zu sitzen. Zu beiden Seiten des Schaukelpferdes sind gebogene Kufen angebracht, die Pferd und Kind in rhythmische Bewegungen versetzen. Auf diese Weise lässt sich das Reit-Gefühl nachahmen. Neben klassischen Schaukelpferden sind noch zahlreiche weitere Schaukeltiere in verschiedenen Ausführungen wie Esel oder Dinosaurier am Markt vertreten.
Wie funktioniert ein Schaukelpferd?
Schaukelpferde für Babys und Kleinkinder sind mit einer niedrigen Sitzhöhe ausgestattet, sodass sich der Nachwuchs bequem hineinsetzen kann. Modelle für ältere Kinder fallen entsprechend höher aus, sodass der Aufstieg wie bei einem „echten“ Pferd über einen Steigbügel erfolgt. Durch Gewichtsverlagerung gelingt es, das Schaukeltier in Bewegung zu setzen. Sicherheit bieten dabei zwei Haltegriffe, die sich zu beiden Seiten des Kopfes befinden.
Alternativ ist auch ein Schaukelpferd mit Rollen statt Kufen denkbar. Diese Modelle ermöglichen Kindern ab vier Jahren eine flexible Fortbewegung für einen uneingeschränkten Spielspaß. Während einzelne Exemplare die Eigenschaft besitzen, zwischen Rollen und Kufen zu wechseln, sind auch Schaukeltiere mit nur einer der beiden Funktionen erhältlich.
Worauf ist beim Kauf eines Schaukelpferds zu achten?
Im Vergleich zum Bobby Car oder Rollschuhen bewegt sich das klassische Schaukelpferd lediglich vor und zurück, ohne dabei seine Position zu verändern. Da es sich bei einem Schaukelpferd ebenfalls um ein Spielgerät handelt, sollte beim Kauf die Sicherheit an erster Stelle stehen. Damit das Schaukeltier keine potentielle Gefahrenquelle darstellt, sind vor allem diese Kaufkriterien von entscheidender Bedeutung:
Altersempfehlung
Grundsätzlich sollte ein Schaukelpferd erst dann zum Einsatz kommen, wenn der Nachwuchs dazu in der Lage ist, selbstständig eine sichere Sitzposition einzunehmen. Diese Voraussetzung ist bei den meisten Kindern im Alter zwischen neun und 12 Monaten erfüllt.
Überwiegend sind Schaukelpferde mit einer Altersempfehlung von einem Jahr ausgezeichnet. Vereinzelt finden sich jedoch auch Modelle, die ab etwa neun Monaten geeignet sind. Größere Exemplare sind hingegen auf die Bedürfnisse älterer Kinder ab einem Alter von drei oder vier Jahren abgestimmt. Häufig findet ein Schaukelpferd bis zu Beginn des Grundschulalters Gefallen.
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Material
Die ersten Schaukelpferde wurden ausschließlich aus Holz gefertigt. Obwohl mittlerweile auch Exemplare aus Kunststoff oder mit Plüschbezug erhältlich sind, erfreut sich der nachwachsende und robuste Werkstoff noch immer an großer Beliebtheit. Um das Material vor Feuchtigkeit und Wasser zu schützen, erweist sich eine spezielle Lackierung als vorteilhaft. Schaukelpferde aus Kunststoff sind hingegen besonders pflegeleicht und wetterfest. Diese Modelle sind mitunter auch für den Außenbereich geeignet. Exemplare aus Plüsch punkten mit einem ganz besonderen Komfort und einer detailgetreuen Verarbeitung.
Sitzhöhe und Fußstützen
Die Frage, wie sich ein Schaukelpferd ab wann genau nutzen lässt, orientiert sich bis zu einem gewissen Grad an der jeweiligen Sitzhöhe. Diese orientiert sich wiederum an der Körpergröße des Kindes. Wichtig ist, dass die Füße nicht zu weit vom Boden entfernt sind.
Falls vorhanden, sollten die Füße bequem auf den Trittflächen platziert werden können. Bei einer zu geringen Sitzhöhe besteht die Gefahr, dass das Kind mit den Füßen unter die Kufen gerät. Insbesondere bei einem Modell für kleine Kinder gelten Fußstützen als unverzichtbar, da diese einen zusätzlichen Halt gewährleisten. Bei größeren Schaukelpferden sind Fußstützen nicht zwingend notwendig.
Haltegriffe, Standfestigkeit und Sitzpolsterung
Neben einem sicheren und festen Stand des Schaukelpferds sorgen zwei Haltegriffe, die sich jeweils seitlich des Kopfes befinden, für ein verbessertes Gleichgewicht. Mit einem Kippschutz bzw. Stopper lässt sich ein Überschlagen verhindern.
Ein Schaukelpferd ab neun Monaten oder einem Jahr sollte mit einer möglichst flachen Sitzmöglichkeit ausgestattet sein. Ein gepolsterter Sitz sorgt zudem für einen besonderen Komfort für die Jüngsten.
Traglast
Für gewöhnlich sind die meisten Schaukelpferde auf eine maximale Belastbarkeit von 20 oder 30 kg ausgelegt. Dies entspricht dem üblichen Gewicht von Kindern, sodass in dieser Hinsicht kein Grund zur Sorge besteht. Lediglich auf Erwachsene sind Schaukelpferde nicht ausgelegt, sodass Eltern von entsprechenden Experimenten absehen sollten.
Design und Ausstattung
Je nachdem, ob es sich um ein Schaukelpferd für ein Mädchen oder um ein Schaukelpferd für einen Jungen handeln soll, schaffen es unterschiedliche Varianten in die engere Auswahl. Das Angebot an Designs ist nahezu grenzenlos und reicht bis hin zu verschiedenen Schaukeltieren.
Moderne Exemplare sind mit täuschend echten Soundeffekten wie Wiehern, Galopp oder Schnauben erhältlich. Der Knopf hierfür ist meist gut erreichbar in einem der beiden Ohren integriert.
Sicherheitsbügel und Rückenlehne
Bei einem Schaukelpferd ab 1 Jahr sind eine Rückenlehne sowie ein abnehmbarer Sicherheitsbügel unverzichtbar. Mit einem Gurt lässt sich das Kind zuverlässig sichern, sodass sich ein Herunterfallen als äußerst unwahrscheinlich gestaltet. Je nach Modell ist die Rückenlehne entweder fest montiert oder ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt abnehmbar.
Jüngere Kinder sind hingegen besser in einem speziell gesicherten Schaukelpferd fürs Baby aufgehoben. Diese besonderen Modelle sind für gewöhnlich zusätzlich mit einer seitlichen Lehne ausgestattet.
Verarbeitung
Im Hinblick auf die Verarbeitung ist es bei einem Schaukelpferd aus Holz entscheidend, dass alle Komponenten einen sauberen und glatten Schliff aufweisen. Doch auch bei Kunststoff Modellen sollten keine abstehenden, scharfen Kanten oder Splitter vorhanden sein. Hinzu kommt, dass die verarbeiteten Materialien allesamt frei von Schadstoffen sein sollten.
Wichtige Vorüberlegungen, die den Kauf eines Schaukelpferds vereinfachen können
Beim Schaukelpferd Kauf steht die Sicherheit des Kindes an erster Stelle. Um sicherzustellen, dass das ausgesuchte Modell alle relevanten Sicherheitskriterien erfüllt, kann im Rahmen der Anschaffung die Beantwortung folgender Fragen durchaus hilfreich sein:
- Soll das Schaukelpferd groß oder eher klein ausfallen?
- Umfasst die Ausstattung beim Schaukelpferd fürs Baby Haltegriffe, Fußstützen, einen Sicherheitsgurt sowie eine Rückenlehne?
- Ist das gewünschte Produkt hochwertig verarbeitet?
- Punktet das Schaukelpferd durch abnehmbare Komponenten mit einer längeren Nutzungsdauer?
Bild: © 民凱 江 / stock adobe
