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Wann wurde der Penisring erfunden?

Bild: © Olga Goretz / stock adobe

Penis- oder Cockringe verwenden Männer als Intimschmuck und Hilfsmittel, um die sexuelle Lust zu steigern. Ein Patent für dieses Sexspielzeug liegt nicht vor, daher gibt es keine genauen Informationen darüber, wer den Penisring erfand.

Allerdings belegen Aufzeichnungen, dass der Cockring in China seinen Ursprung nahm. Die Quellen sind sich uneins, wann der Penisring erstmals zum Einsatz kam – ob im 13. Jahrhundert oder um 1600.

Was ist ein Penisring?

Wie die Analkette verfolgt der Penisring den Zweck, die sexuelle Stimulation während des Liebesspiels zu erhöhen. Das einem schmalen oder breiten Ring ähnelnde Spielzeug besteht aus:

  • Kunststoff,
  • Silikon,
  • Leder,
  • Gummi,
  • Latex oder
  • Metall.

Der Mann legt sich den Cockring selbst um die Eichel, den Penis oder den Hodensack. Alternativ übernimmt der Sexpartner oder die Sexpartnerin diese Aufgabe.

Den Sex mit Penisring empfinden viele Paare als besonders erotisch, da das Sexspielzeug die Erektion verstärkt und verlängert.

Was bewirkt ein Penisring?

Den Penisring benutzen Männer oder Paare, wenn der Penis halb- oder vollständig erigiert ist. Sie legen das Erotikspielzeug in der richtigen Größe meist um den Penis. Alternativ finden sich Varianten, bei denen das leicht elastische Material Penis und Hodensack gleichzeitig umspannt.

Empfängt der Mann einen erotischen Reiz, füllen sich die Schwellkörper im Penis mit Blut. Fließt es wieder zurück, klingt die entstandene Erektion ab. Der Penisring verringert oder verhindert diesen Blutrückfluss für einen bestimmten Zeitraum. Dadurch bleibt der Penis im Vergleich zum „natürlichen“ Liebesspiel länger steif. Ein weiterer Grund, warum Männer sich den Penisring anlegen, ist der Wunsch nach einer härteren Erektion.

Was bringt ein Penisring bei erektiler Dysfunktion?

Hinter einer erektilen Dysfunktion verbirgt sich eine Sexualstörung, bei der es der Erektion an der nötigen Härte fehlt. Alternativ klingt sie zu schnell ab. Das geschieht, da es kein ausreichendes Abblocken der Venen im Schwellkörper gibt. Folglich fließt das Blut vorschnell aus dem Kernstück des Penis. Als bekanntes Hilfsmittel gegen dieses Problem kommen Potenzmittel wie Viagra zum Einsatz.

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Alternativ besteht die Möglichkeit, einer Erektionsstörung mit mechanischen Hilfsmitteln entgegenzuwirken. Das vorschnelle Abschwellen des Penis versuchen betroffene Männer zu verhindern, indem sie einen Penisring benutzen. Dieser drückt die Venen leicht bis stark ab, sodass die Schwellung des Glieds länger erhalten bleibt.

In welchen anderen Situationen kommt ein Penisring zur Anwendung?

Neben dem Gebrauch beim Sex kommt der Cockring bei einer Spielart des BDSM, der „Cock and Ball Torture“, zum Einsatz. Bei dieser CBT abgekürzten Praktik geht es darum, leichten bis starken Schmerz am Penis, am Hodensack oder in beiden Bereichen hervorzurufen. Das geschieht einvernehmlich.

Für diese „Penis- und Hodenfolter“ eignen sich enge und unnachgiebige Penisringe, die das männliche Glied gezwungenermaßen steifhalten. Im stark durchbluteten Zustand zeigt sich der Penis empfindlicher gegenüber:

  • Berührungen (Reiben, Zwicken, Kratzen)
  • Temperatureinflüssen (Kerzenwachs, Eiswürfel)
  • Figging (Einreiben mit durchblutungsfördernden Cremes, Ingwer- oder Chilipaste)

Alternativ nutzen BDSM praktizierende Menschen Penisringe mit Stacheln oder ähnlichen Vorrichtungen, um Penis und Hoden leichte Schmerzen zu bereiten. Hauptsächlich legt der Bottom, der passive Partner, dieses „folternde“ Sexspielzeug an.

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Welche Arten von Cockringen sind zu unterscheiden?

Bei Penisringen gibt es klassische und hochwertige Varianten. In ihrer einfachen Form bestehen die Spielzeuge aus einer Art geschlossenem Kunststoff- oder Silikonschlauch. Abhängig von der Elastizität des Materials passt dieser über die Eichel oder die gesamte Peniswurzel.

Entscheiden sich Männer oder Paare, einen Penisring zu kaufen, stehen weitere Varianten zur Auswahl:

  • Doppelring
  • Penisring mit Verlängerung
  • Penisring mit Vibration
  • Domina-Grip
  • Verstellbarer Penisring
  • Penisring-Unterwäsche

Eine besondere Variante des Cockrings bildet der „Doppelring“. Dieser besteht aus zwei miteinander verbundenen Penisringen und ähnelt in der Form einer Acht. Einen der Ringe ziehen sich die Nutzer über den Penis, den anderen über den Hodensack.

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Beim Sex mit Penisring bietet eine Verlängerung an der Unterseite des Erotikspielzeugs die Möglichkeit, gleichzeitig den Damm des Mannes zu stimulieren. Alternativ besitzen die Cockringe Kunststoff- oder Silikonverlängerungen an der Oberseite. Sie dienen dazu, Klitoris oder Vulva der Sexpartnerin durch mechanische Reizung zu erregen.

Beim Liebesspiel allein, zu zweit oder mit mehreren Personen erhöht auch ein Penisring mit Vibration die sexuelle Lust. Entsprechende Modelle besitzen an einer Seite einen winzigen Motor, der Vibrationen erzeugt. Zum Teil variieren die Anwender deren Dauer und Intensität mit einer Fernbedienung. Vibrierende Cockringe sind einmal verwendbar oder mit USB-Kabel wiederaufladbar.

Aus dem BDSM-Bereich stammt der Domina-Grip. Hierbei handelt es sich um einen Cockring, der aus zwei Gummibändern besteht. Wie den Doppelring legen sich Männer das Spielzeug um Penis und Hodensack. Diese Art Sexspielzeug erzeugt durch das wenig elastische Material leichten Schmerz, wenn der Penis anschwillt.

Verstellbare Penisringe bestehen überwiegend aus Leder, Kunststoff oder einem festen Stoff. In regelmäßigen Abständen angebrachte Druckknöpfe helfen, diese den individuellen Bedürfnissen angepasst zu verschließen.

Eine Sonderform der Penisringe bilden die in Badehosen oder Unterwäsche integrierten Varianten. Sie dienen weniger der sexuellen Stimulation als dem Zurschaustellen des erigierten Gliedes in der Bekleidung. Diese besteht vornehmlich aus reizvoller Wäsche aus dem BDSM- und Fetischbereich.

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Welche Gefahren sind mit dem Tragen eines Penisrings verbunden?

Entscheiden sich Männer, einen Penisring zu benutzen, ist die Wahl der richtigen Größe oberste Priorität. Liegt das Spielzeug zu eng an, droht eine schmerzhafte Dauererektion oder eine Gewebeschädigung des männlichen Geschlechtsteils. Ähnlich verhält es sich bei einer zu langen Anwendung des Cockrings. Daher ist es ratsam, das Erotikspielzeug für maximal 30 Minuten anzulegen.

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Bei einem Penisring aus Metall besteht die Gefahr, das stimulierende Spielzeug aufgrund des geschwollenen Glieds nicht mehr lösen zu können. Um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, suchen sich Betroffene in dem Fall schnellstmöglich medizinische Unterstützung.

Besteht der Penisring aus Silikon, Leder oder einem anderen weichen Material, sinkt das Risiko, dass das Erotikspielzeug festsitzt. Um es im Ernstfall zu lösen, durchtrennen Betroffene das Material vorsichtig mit einer Schere. Vorzugsweise nutzen sie eine Verbandsschere, um eine Verletzung der Haut zu vermeiden.

 

 

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).