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Wann wurde die Penispumpe erfunden?

Bild: © Axel Bueckert / stock adobe

Das Wort „Penispumpe“ weckt vor dem inneren Auge eine eindeutige Assoziation. Es handelt sich tatsächlich um ein mit Unterdruck arbeitendes Gerät, das gegen Erektionsstörungen helfen soll. Wer die Penispumpe erfand und wann dies geschah, ist heute leider nicht mehr bekannt.

Die Penispumpe funktioniert grob nach dem Prinzip einer Vakuumpumpe. Die Geschichte dieser Art Verdichter geht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Otto von Guericke erfand die Kolbenpumpe im Jahr 1649. Die ersten Aufzeichnungen zur Verwendung einer Unterdruckpumpe am männlichen Glied stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Was ist eine Penispumpe?

Die Erektions- oder Penispumpe arbeitet nach dem bekannten Prinzip einer Unterdruckpumpe. Das Gerät ähnelt einem Zylinder, den der Mann über sein Glied stülpt. Bedient er die angebrachte Penispumpe, erzeugt er Schritt für Schritt Unterdruck rund um sein Geschlechtsteil.

Das Funktionsprinzip der Penispumpe leitet sich vom Schröpfen, dem lokalen Blutsaugen, ab. Seit Jahrtausenden findet dieses traditionelle Therapieverfahren Anwendung.

Zu den ersten Unternehmerinnen, die die Penispumpe in Deutschland vertrieben, gehörte Beate Uhse. Sie erfand die erste Version in den 1980er-Jahren zusammen mit Wilhelm Kannengießer, einem Designer und Entwickler von Schröpftherapiegeräten.

Inzwischen sammelten zahlreiche Männer mit der Penispumpe Erfahrung. Ihre Hilfe bei erektiler Dysfunktion ist längst medizinisch anerkannt. Dementsprechend können Ärzte, sofern sie bei einem Patienten eine Erektionsstörung feststellen, eine medizinische Penispumpe verschreiben. In dem Fall übernimmt die Krankenkasse die Anschaffungskosten. Grundsätzlich ist die Penispumpe rezeptfrei erhältlich.

Was bringt eine Penispumpe?

Durch das durch die Penispumpe erzeugte Vakuum gelangt Blut in die Schwellkörper. Der Penis versteift sich. Dementsprechend eignet sich die Erektionspumpe als Alternative zu Potenzmitteln wie Viagra.

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Hauptsächlich findet die Penispumpe Anwendung, wenn Männer unter folgenden Komplikationen leiden:

  • Peniskrümmung
  • Erektionsstörung
  • Impotenz

Folglich kommt sie zum Einsatz, wenn auf natürliche Weise keine Erektion entsteht.

Ebenfalls verwenden Männer und Paare die Vakuumpumpe im Rahmen erotischer Spiele. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Mann an einer erektilen Dysfunktion leidet. Teils benutzen Männer die Penispumpe als Hilfsmittel zum Masturbieren.

Bei mehreren SM-Praktiken eignen sich Vakuumpumpen, um das männliche Glied „zwangsweise“ aufzurichten. Dieses Prinzip findet bei der „Cock and Ball Torture“ Anwendung.

Nach einem ähnlichen Prinzip wie die Erektionspumpe funktioniert ein erotisches Spielzeug für die erotische Stimulation der Brustwarzen: der Nippelsauger. Obwohl dieser ebenfalls bei Männern zur Anwendung kommen kann, verwenden ihn hauptsächlich Frauen.

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Wie schnell funktioniert die Penispumpe?

Die Vakuumpumpe setzen die Nutzer auf das noch schlaffe Glied. Manuell oder motorisch entsteht anschließend der Unterdruck, aus dem die Erektion erfolgt. Wie lange es dauert, bis der Penis steif wird, hängt vom Gerätetyp ab. Viele Penispumpen erzeugen das gewünschte Ergebnis nach wenigen Sekunden.

Sobald die Erektion steht, entfernt der Anwender die Vakuumpumpe. Anschließend legt er einen elastischen Penisring um die Peniswurzel. Dieser verhindert, dass das Blut vorzeitig aus den Schwellkörpern des Glieds strömt.

Die mit Unterdruck erzeugte Erektion bleibt im Schnitt eine halbe Stunde bestehen. In dieser Zeit führt der Mann den Geschlechtsverkehr wie gewohnt durch.

Welche Arten von Erektionspumpen sind zu unterscheiden?

Das grundlegende Funktionsprinzip gleicht sich bei allen Penispumpen. Allerdings unterscheidet sich die Art, wie diese das Vakuum erzeugen. Die handbetriebene Erektionspumpe besteht aus dem Kunststoff- oder Glaszylinder sowie einer Handpumpe. Mit jedem Handdruck stellen die Männer individuell ein, wie stark der Unterdruck in der Pumpe ausfallen soll.

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Eine Alternative ist die elektrische Penispumpe. Auf Knopfdruck erzeugt diese mithilfe eines Motors einen Unterdruck. Während der Mann das Hilfsmittel verwendet, sind beide Hände frei. Allerdings entsteht das Vakuum bei der elektrischen Variante kontinuierlich statt schrittweise. Daher empfiehlt sich dieses Gerät für Personen, die bereits mit der Penispumpe Erfahrung sammeln konnten.

Vorwiegend in Sexshops finden sich Erektionspumpen mit Extras. Die Käufer erhalten sie im Set mit einem Penisring oder mit Vibrationsfunktion. Entsprechende Modelle kommen überwiegend zum Einsatz, um die sexuelle Stimulation bei der Masturbation zu erhöhen.

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Was macht eine Penispumpe langfristig mit dem Penis?

Mehrere Hersteller von Vakuumpumpen für den Penis bewerben ihre Geräte als Hilfsmittel für eine nachhaltige Vergrößerung oder Verdickung des Glieds. Experten halten eine dauerhafte Penisvergrößerung durch den regelmäßigen Einsatz der Erektionspumpen für ausgeschlossen. Sobald Männer das Vakuum aus der Pumpe entlassen und diese von ihrem Glied entfernen, schwillt es nach gewisser Zeit wieder ab.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gehen mit einer Erektionspumpe einher?

Wenden die Männer die Penispumpe sachgemäß an, sind keine Nebenwirkungen zu befürchten. Dennoch fühlen sich einige mit dem Gedanken unwohl, Unterdruck um ihr Glied herum zu erzeugen. Für Anfänger lohnt es sich zunächst, mit einer manuellen Penispumpe einen Test durchzuführen. Erst im Anschluss – und wenn ihnen das Gefühl zusagt – wechseln sie zum elektrischen Pendant.

Zu lange oder zu oft angewendet, drohen Komplikationen. Gleiches geschieht bei einer falschen Verwendung des Hilfsmittels. Zu den möglichen Risiken gehören:

  • temporäre Blutblasen
  • Blutergüsse
  • Kältegefühl oder Taubheitsgefühl am Glied
  • Verfärbungen
  • schmerzhafte Schwellungen
  • Blutstau

Ebenfalls kann die Erektionspumpe bei unsachgemäßer Handhabung den Samenerguss beeinträchtigen. Es kommt zu einer „rückwärtigen Ejakulation“. Die Samenflüssigkeit gelangt in dem Fall in die Blase.

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Spürt der Mann starke Druckschmerzen oder ein stechendes Gefühl, wenn er die Vakuumpumpe benutzt, ist diese schnellstmöglich abzulegen und von einer erneuten Anwendung Abstand zu nehmen, bis die Ursache für die Schmerzen feststehen.

Wann sollten Männer vom Gebrauch der Vakuumpumpe absehen?

In bestimmten Fällen kommt die Erektionspumpe nicht als Hilfsmittel zur sexuellen Stimulation oder gegen die erektile Dysfunktion infrage. Auf die Verwendung verzichten Männer, wenn:

  • sie Verletzungen am Penis aufweisen
  • gesundheitliche Komplikationen vorliegen, die eine Dauererektion begünstigen
  • Probleme mit der Atmung oder dem Kreislauf vorliegen
  • sie eine Implantation am Penis vorweisen
  • sich Krampfadern am Glied befinden
  • in den vergangenen Tagen oder Wochen eine Operation am Penis stattfand

Fühlen sich Anwender vor dem Gebrauch der Vakuumpumpe unsicher, holen sie ärztlichen Rat ein.

 

 

Bild: © Axel Bueckert / stock adobe

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).