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Wann wurde Viagra erfunden?

Viagra hat das Sexleben vieler Paare revolutioniert. Foto twenty20photos
Viagra hat das Sexleben vieler Paare revolutioniert. Foto twenty20photos

Länger Sex haben und mehr Sperma… viele Männer träumen davon. Mit der Erfindung einer Pille schien dieses Ziel in greifbarere Nähe zu rücken: Viagra. Die „blaue Pille“ schaffte es nicht nur schnell, die Schlafzimmer, sondern auch die Medien zu erobern.

Immer wieder tauchten Geschichten von endlosen Sex Abenteuern, aber auch von Risiken auf. Zahlreiche Mediziner wurden nicht müde zu betonen, wie wichtig es sei, die Einnahme der Pillen im Vorfeld mit einem Arzt zu besprechen. Die Tatsache, dass Viagra hin und wieder auch unter der Hand verkauft wurde, machte es schwer, einen sicheren Konsum zu gewährleisten.

Fest steht jedoch auch: Wer die blaue Pille auf Rezept nahm, hatte oft die Möglichkeit, sein Sexleben zu revolutionieren.

Eine erhöhte Standfestigkeit ging oft mit mehr Spaß im Bett, abwechslungsreichen Stellungen und einem erhöhten Fun Faktor einher. Viele Männer mussten sich nicht mehr sorgen, vielleicht „nicht gut genug“ zu sein. Somit fiel eine große Last von ihren Schultern. Und eventuell kam auch der Vibrator im Nachttischchen nun wieder weniger zum Einsatz?

Höchste Zeit, einen Blick zurück zu wagen und sich zu fragen: Wann wurde Viagra eigentlich erfunden?

Die Geschichte von Viagra

Die Grundlage für die allererste Viagra Pille wurde in Großbritannien gelegt. Zum Ende der 1980er Jahre ging es hier zwei Wissenschaftlern darum, eigentlich ein Medikament zu erfinden, mit dem Angina behandelt werde sollte. Idee war es, mit Hilfe gefäßerweiternder Inhaltsstoffe zu verhindern, dass die Patienten Herzinfarkte und Durchblutungsstörungen entwickelten. In diesem Zusammenhang kam der Wirkstoff Sildenafil zum Einsatz.

Wie jedes andere Medikament musste natürlich auch diese Erfindung getestet werden. Im Rahmen klinischer Studien wurde es zu Beginn nur von Männern eingenommen. Hierbei zeigte sich, dass die Wirkung, die eigentlich erzielt werden sollte, nicht wirklich (bzw. nicht so, wie erhofft) eintrat.

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Dafür berichteten viele Probanden, dass sie immer wieder Erektionen hätten. Die Basis für die Viagra Pille, wie sie heute verwendet wird, war gelegt!

Selbstverständlich wurden im Laufe der Zeit noch weitere Studien durchgeführt. Es dauerte noch Jahre, bis das Potenzmittel Viagra zu einem echten Verkaufsschlager wurde. Immerhin mussten sich so deutlich weniger Männer Sorgen darum machen, ausreichend standfest zu sein. Vor allem ältere Männer griffen zur Einführung des Mittels gern auf die blaue Pille zurück.

Und genaugenommen handelte es sich bei Viagra um die erste direkte Möglichkeit, einer körperlich bedingten Impotenz entgegenzuwirken, und um die Chance, sich nicht mit ihr abfinden zu müssen. Kurz: Was ursprünglich als ein Mittel gegen eine völlig andere Krankheit entwickelt wurde, half vielen Männern dabei, Sex neu (und ohne Druck) zu erleben. Viele Betroffene wurden dann sogar noch ein wenig erfinderischer und beschlossen, unter anderem auf Sextoys, wie zum Beispiel Nippelsauger, zu setzen.

Wann wurde Viagra erfunden?

Eine erhöhte Spermamenge ist eine Sache. Es braucht jedoch auch eine Erektion, um diese optimal nutzen zu können. Seit dem Ende der 1990er Jahre, genauer gesagt: seit dem Jahr 1998, haben viele Männer eine Lösung für ihr Problem gefunden. Nun ist die Viagra Pille schon mehr als 25 Jahre alt.

Am 27. März 1998 war die Markteinführung von Viagra in den USA. Ein halbes Jahr später hatten auch die Menschen in Europa die Möglichkeit, sich ihre blaue Pille zu sichern. Seither riss der Erfolg nicht ab. Millionen von Männern ließen sich Viagra bereits verschreiben. Insgesamt wurden Milliarden von Pillen geschluckt.

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Unter anderem profitierten jedoch nicht nur die Männer, sondern natürlich auch die Pharmaindustrie. Der Umsatz des Unternehmens Pfizer ging im Laufe der Zeit – basierend auf der blauen Pille – in die Milliarden.

Gleichzeitig sollte jedoch auch nicht vergessen werden, dass Viagra unter anderem auch die Forschung nachhaltig beeinflusst hat. Wer früher unter einer erektilen Dysfunktion litt, war weitestgehend auf sich allein gestellt. Genau das hat sich mit der Erfindung der Viagra Pille aus dem Hause Pfizer verändert.

Aber: Auch die Forschung rund um Erektionsstörungen hatte nun die Möglichkeit, neue Wege zu gehen. Zudem dürfte zu guter Letzt auch das gesteigerte Interesse der Öffentlichkeit einer der Gründe gewesen sein, der dazu geführt hat, dass sich immer mehr Wissenschaftler mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzten.

Fazit

Auch wenn es sich einige nach wie vor nicht nehmen lassen, Witze über die wohl berühmteste blaue Pille zu machen, steht außer Frage, dass dieses Medikament die Einstellung vieler Männer zum Sex verändern konnte. Wer keine Angst mehr davor hat zu versagen, kann einem Date oder Sex im Allgemeinen deutlich entspannter gegenübertreten. Die Erfindung der Viagra Pille zeigt, dass Ziele manchmal auf Umwegen erreicht werden, dann aber oft umso erfreulicher sind.

Foto: twenty20photos

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).