Die Bierpumpe und damit die Bierzapfanlage wurde 1961 zum ersten Mal patentiert. Der Erfinder hieß John Lofting und war Holländer. Auf seiner Erfindung beruht auch noch die heutige Technik der Zapfanlage. Weiterentwickelt wurde diese bereits 1785 von Joseph Bramah, einem Briten, der sich das neue Handling wiederum patentieren ließ. Was damals noch manuell genutzt wurde, ist heute natürlich zum größten Teil elektrisch ausgebaut worden. Durch den elektrischen Ausbau wurde es möglich, auch eine Bierzapfanlage mit Kühlung herzustellen.
Was versteht man unter einer Bierzapfanlage?
Eine Bierzapfanlage ist eine Anlage, die es ermöglicht, Bier direkt aus großen Behältern in ein Glas zu zapfen, ohne dabei auf die Zwischenlösung einer Flasche zurückgreifen zu müssen. Solche Bierzapfanlagen werden heutzutage nicht nur für die Gastronomie hergestellt. Auch Bierzapfanlagen für zu Hause können erworben werden. Es handelt sich daher um verschieden große Anlagen, die mittels eines Zapfhahnes bedient werden.
Wie funktioniert eine Bierzapfanlage?
Eine Bierzapfanlage funktioniert, indem eine Verbindung vom Getränkelager zum Schankkopf hergestellt wird, durch die verschiedene Getränkesorten geleitet werden können. Um den Zapfvorgang einzuleiten, wird ein Fass mit innerem Druck benötigt, das so von der Brauerei geliefert wird. Um einen Transport zum Zapfhahn anzuregen, wird der vorhandene Druck erhöht und das Bier fließt durch die Verbindung zum Zapfhahn. Beim Druckaufbau kommen verschiedene Techniken zum Einsatz. Möglich ist zum Beispiel ein Druckaufbau mittels einer CO2-Flasche, die in das System integriert ist. Es gibt auch Druckluftzapfanlagen, die ohne CO2 auskommen.
Was sollte beachtet werden, wenn eine Bierzapfanlage gekauft wird?
Bierzapfanlagen werden von verschiedenen Firmen, zum Beispiel Partyfass, hergestellt. Wer eine Bierzapfanlage kaufen möchte, sollte sich verschiedene Fragen stellen. Zum Beispiel muss geklärt werden, wo und wie oft die Anlage zum Einsatz kommen soll und was für ein Modell benötigt wird. Vielleicht reicht eine Bierzapfanlage mit 5 l aus? Oder braucht es mehr Fassungsvolumen? Soll eine Bottoms Up Bierzapfanlage gekauft werden? Und braucht es eine Bierzapfanlage mit Kühlung und Kompressor? Auch die Frage nach dem Stromverbrauch der Bierzapfanlage sollte man sich vor dem Kauf stellen. Bevor man sich zu einem Kauf entscheidet, sollte außerdem überlegt werden, ob ein Bierzapfanlagen Verleih nicht eher das Richtige für den eigenen Bedarf ist.
Auf folgende Kriterien sollte beim Kauf einer Bierzapfanlage geachtet werden:
- Drucksystem
- Füllmenge
- Reinigung
- Kühlsystem
- Auswahl des richtigen Zapfkopfes
- Welcher Anschluss wird benötigt?
Drucksystem
Zunächst sollte entschieden werden, welches Drucksystem das richtige ist. Soll mit oder ohne CO2 gezapft werden? Viele Druckluftsysteme bieten hier die Auswahl an und können sowohl mit als auch ohne CO2 zum Einsatz kommen. Vorteil einer Druckluftzapfanlage ohne CO2 ist das einfache Handling, da keine zusätzliche CO2 Flasche benötigt wird. Ein System, das von vornherein eine CO2 Flasche integriert, hat den Vorteil, dass es sich dabei um ein geschlossenes System handelt, in das keine Luft eindringt.
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Füllmenge
Je nach Bedarf sollte die nötige Füllmenge abgeschätzt werden. Für den Hausgebrauch wird oft eine kleinere Füllmenge benötigt als für Gastronomiebetriebe.
Reinigung
Beim Kauf sollte bereits auf die Möglichkeit einer guten und gründlichen Reinigung geachtet werden. Eine solche ist nötig, damit die Schläuche und Verbindungen nicht verschmutzen oder verkalken. Ein Geschmacksverlust wäre hier die Folge, es kann sogar gesundheitlich schädlich sein, wenn sich Schimmel bildet. Wer nicht auf eine einfache Reinigung achtet, wird nicht lange Freude an seiner Bierzapfanlage haben.
Kühlsystem
Auch auf ein gutes Kühlsystem sollte geachtet werden. Ein solches funktioniert ähnlich wie bei einem Kühlschrank über Lamellen, was auch bedeutet, dass bei der Kühlung Wärme entstehen kann. Dies sollte bei der Wahl des Standortes mit einbezogen werden.
Auswahl des richtigen Zapfkopfes
Beim Zapfkopf muss zunächst darauf geachtet werden, dass er auf den gewünschten Bierschlauch passt. Da jede Brauerei hier ihr eigenes System hat, muss die Auswahl sorgfältig erfolgen. Wer noch nicht weiß, welches Bier später ausgeschenkt werden soll, wird sich bei der Auswahl schwertun. Es können aber Adapter erworben werden, welche den Zapfkopf auch auf einen eigentlich für den Anschluss nicht geeigneten Bierschlauch passen lässt.
Welcher Anschluss wird benötigt?
Für die Inbetriebnahme einer Bierzapfanlage wird ein Stromanschluss mit 230 V benötigt. Bei der Montage muss darauf geachtet werden, dass alle Teile komplett montiert wurden, bevor die Zapfanlage an den Stromkreis angeschlossen wird. Der Stromverbrauch einer Bierzapfanlage liegt je nach Modell bei etwa 35W bis 70W. Je nach Umgebungstemperatur kann dies variieren.
Welche Fragen sind für den Kauf einer Bierzapfanlage essenziell?
Für den Kauf einer Bierzapfanlage spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle. Damit die Freude an dem Gerät lange hält, sollte natürlich auf Qualität geachtet werden. Dies gilt vor allem für die Verarbeitung der einzelnen Teile, aber auch für das Zusammenspiel und die Handhabung des Gerätes. Wird die Bierzapfanlage aus günstigen Materialien zusammengebaut, die nicht lange halten, gehen einzelne Teile schnell kaputt und müssen immer wieder ersetzt werden. Das macht nicht nur Arbeit, es trübt auch die Freude an dem Gerät.
Daher ist eine gute Bedarfsanalyse vor dem Kauf ratsam.
Folgende Fragen können erörtert werden, um auch wirklich das passende Produkt auszuwählen:
Die wichtigsten Fragen für eine ideale Bierzapfanlage:
- Wie viel Bier soll an einem Tag ausgeschenkt werden?
- Wie oft kann das Fass gewechselt werden?
- Wie groß darf die Anlage höchstens sein?
- Soll die Maschine leise sein oder darf sie auch etwas lauter arbeiten?
- Welches Kühlsystem ist das sinnvollste für den eigenen Gebrauch?
- Welche Sorten Bier sollen ausgeschenkt werden?
Mit der Beantwortung dieser Fragen ist jeder auf den Kauf einer optimalen Bierzapfanlage vorbereitet und wird sicher lange Freude an dem Produkt haben.
Bild von Michael Bordießer-Krauth auf Pixabay
