in ,

Wann wurde die Kühlbox erfunden?

Die Kühltechnik hat eine sehr lange Geschichte – waren doch das Haltbarmachen von Speisen und das Kühlen von Getränken schon immer Faktoren, die die Menschen beschäftigten. Das erste „Eishaus“ – ein Haus, in dem aufgrund seiner baulichen Beschaffenheit Eis entstand, das dann zum Kühlen von Lebensmitteln verwendet werden konnte – ist aus dem Jahr 1775 v. Chr. bekannt. In der sumerischen Stadt Terqa stand dieses Haus, das ein erster Vorläufer heutiger Kühlhallen gewesen sein dürfte.

Die Römer gaben später ein Vermögen für Eis aus – und versuchten alles, um es so lange wie möglich in seiner gefrorenen Form zu behalten. Den elektrischen Kühlschrank gibt es seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Kühlbox – oder zumindest einen Vorläufer dieser Box – gab es schon deutlich eher. Im Jahr 1802 war es ein amerikanischer Landwirt, der die Kühlbox erfand. Thomas Moore war der Landwirt und Tischler, der die Kühlbox benutzte, um Butter beim Transport von deinem Hof zu Märkten bei Georgetown zu transportieren.

Dadurch hatte er harte Butter, die sich ähnlich wie Butterziegel heute verkaufen ließen. Seine Konkurrenten konnten nur mit weichen und teilweise flüssigen Butterwannen aufwarten. Das verschaffte ihm einen deutlichen Vorteil auf dem Markt. Optik und Zusammensetzung der Kühlbox hat sich um laufe der letzten beiden Jahrhunderte erheblich verändert – der Zweck dieser nicht mechanischen Kühlbox allerdings ist noch immer derselbe.

Verschiedene Kühlboxen für unterschiedliche Bedarfe

Wenn von einer Kühlbox die Rede ist, denken die meisten an eine klassische Box aus einem Isoliermaterial, die mit Hilfe einiger eisgekühlter Kühlakkus kaltgehalten wird. In diesen Boxen lassen besonders gut Getränke kühl halten oder verderbliche Lebensmittel an heißen Tagen kühlen. Doch diese Klassiker sind noch lange nicht alles, was heute auf dem Markt zu haben ist. Manche moderne Kühlbox kann einem Kühlschrank schon durchaus Konkurrenz machen.

Siehe auch  Wann wurde die Heißluft Fritteuse erfunden?

Dabei gibt es ähnlich wie bei der Unterscheidung zwischen normalen Kühlschränken und einem Flaschenkühlschrank beispielsweise auch in der Welt der Kühlboxen diverse Untertypen. Je nachdem, zu welchem Anlass die Kühlbox zum Einsatz kommen soll, macht es Sinn, sich vor dem Kauf einer solchen Box Gedanken darüber zu machen, welche Kühlbox am besten zu den eigenen Plänen passt. Wir stellen hier in der Folge ein paar verschiedene Kühlboxtypen kurz vor.

Die klassische Kühlbox für den Familienausflug

Die klassische Kühlbox ist heute vergleichsweise günstig zu haben. Sie bietet aus reichend Raum für mehrere stehende Flaschen oder für Dosen und Lebensmittel. Mit Hilfe von Kühlakkus hält eine solche Kühltasche das Innenleben für mehrere Stunden bis zu einem ganzen Tag angenehm kühl. Wie lange die Box wirklich kühlt, ist auch von den Außentemperaturen abhängig. Außerdem sollte man darauf achten, dass eine solche Kühlbox nicht mitten in der Sonne steht.

Solche Kühlboxen gibt es in unterschiedlichen Größen. Die meisten Boxen werden mit einem Tragebügel angeboten, damit sie leicht von A nach B transportiert werden können. Wichtig ist dabei allerdings, dass man diese Boxen nicht zu vollpackt. Sonst wird der Transport extrem schwer.

Vor allem für einen Familienausflug zum See, Grillen an einer Grillhütte oder einen Tag im Zoo oder Freizeitpark mit einem Bollerwagen oder einem ähnlichen Wagen dabei ist eine solche Box wunderbar geeignet.

Keine Produkte gefunden.

Die Kühltasche – ein Ableger der Kühlbox

Die Kühlbox ist stabil und kommt mit festen Maßen daher. Damit nimmt sie auch im leeren Zustand eine Menge Platz weg. Außerdem muss hier immer der komplette Innenraum gekühlt werden – auch wenn die Box vielleicht nur halb voll ist. Anders sieht es bei einer Kühltasche aus. Diese besteht aus deutlich weicherem Material, das aber ebenfalls den Innenraum isoliert und mit Kühlakkus den Tascheninhalt kühl hält.

Siehe auch  Frühjahrsputz – wann und warum?

Ist eine Kühltasche allerdings leer, lässt sie sich einfach zusammenfalten und so platzsparen transportieren. Generell ist die Kühltasche leichter als die klassische Kühlbox, was es einfacher macht, sie auch gut gefüllt zu tragen. Im direkten Vergleich zur Kühlbox hält die Kühltasche allerdings in der Regel die kühlen Temperaturen im Inneren nicht so lange wie die stabilere Box. Außerdem sind die meisten Kühltaschen kleiner und weniger langlebig als eine Kühlbox.

Die elektrische Kühlbox

Wir eine Kühlbox elektrisch betrieben, spricht man auch von einer Kompressorkühlbox. Hier ist, ähnlich wie in einem Kühlschrank ein Kühlkompressor in der Kühlbox verbaut. Dieser hält das Innere der Box durchgehend kühl und sorgt so für eine bei Bedarf auch tagelange Kühlung in der Box. Außerdem lässt sich so der Inhalt einer Kühlbox auch ohne Eis oder Kühlakkus herunterkühlen.

Solche Kühlboxen werden gern auf Straßenfesten oder bei anderen Veranstaltungen verwendet. Auch in einem Gartenhaus, auf der Terrasse oder in einem Schrebergarten kann eine solche elektrische Kühlbox eine wunderbare Alternative sein. Auch als Kühlbox beim Camping sind solche elektrischen Varianten sehr beliebt.

Die elektrische Kühlbox für lange Autofahrten

Gern auch als LKW-Kühlbox bezeichnet gibt es die Kühlbox mit Kompressor auch mit einem Stromanschluss für den sogenannten Zigarettenanzünder. Diese Kühlbox mit einem 12 V Anschluss lässt sich in den meisten modernen Autos im Kofferraum an einem entsprechenden Anschluss mit Strom versorgen. So hat man auch auf langen Fahrten immer kalte Getränke oder kann Speisen und Lebensmittel kühl lagern. Der Stromverbrauch für den Kompressor der Kühlbox macht dem Fahrzeug dabei nicht mehr zu schaffen als ein angeschlossenes Handyladegerät oder ein Navi beispielsweise.

Siehe auch  Wann wurde der Infrarot Heizstrahler erfunden?

Bild von Peggychoucair auf Pixabay

Avatar-Foto

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).