Zum ersten Mal in einem Wörterbuch tauchte das Wort „Hängematte“ 1841 im English Dictionary of Sea-Terminology auf. Dort wurde sie als ein Segeltuch bezeichnet, in dem Seeleute schlafen. Die eigentliche Vorrichtung ist aber schon sehr viel älter und stammt vermutlich aus den südamerikanischen Ländern. Heute werden die Maya als die ersten Nutzer der Hängematte vermutet. Ursprünglich war sie wohl aus einem Netz hergestellt, während man heute meist ein festes Baumwollgewebe bevorzugt. Wie heute auch, wurde die Hängematte schon damals sowohl zur Erholung als auch als Schlafstätte für Arbeiter eingesetzt.
Was ist eine Hängematte?
Unter einer Hängematte versteht man ein Netz oder sonstiges Gewebe, das mithilfe von zwei Befestigungspunkten in der Luft hängt und zum Schlafen oder Ruhen verwendet werden kann.
Wie wird eine Hängematte aufgestellt oder befestigt?
Meist wird die Hängematte zwischen zwei Bäumen aufgespannt. Wer will, entscheidet sich für eine Hängematte mit Gestell, sollten keine Bäume zur Aufhängung vorhanden sein. Im Gegensatz zu einer Schlafgelegenheit am Boden bietet die Hängematte Schutz vor Tieren oder Schmutz. Hängematten werden vor allem draußen in der Natur aufgestellt, möglich ist aber auch eine Nutzung im Innenraum.
Was sollte beachtet werden, wenn eine Hängematte gekauft wird?
Als Erstes sollte geklärt werden, wofür die Hängematte eingesetzt werden soll. Soll darin häufig geschlafen werden und ist sie vielen verschiedenen Wetterbedingungen ausgesetzt, wird es andere Ansprüche an Material und Festigkeit geben als bei einer Hängematte, die nur dann und wann im Garten zur Entspannung genutzt wird.
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Auf folgende Kriterien sollte beim Kauf geachtet werden:
- Die Traglast
- Das Material
- Die Aufhängung
- Die Form
- Optik und Funktion
Die Traglast
Hängematten können unterschiedlich stabil sein. Spezielle Hängematten für Kinder eignen sich beispielsweise nicht auf Dauer für die Belastung durch das Gewicht eines Erwachsenen. Auch besonders leichte Hängematten aus dünnem Material eignen sich nicht für alle Körpergrößen. Die meisten Hängematten sind heutzutage aber auf ein Gewicht von 120 bis 200 kg ausgelegt. Eine Ausnahme sind extra für Babys hergestellte Hängematten. Diese halten weniger Last aus und sollten gut gesichert sein, damit das Baby nicht herausrollen kann.
Das Material
Hängematten werden heutzutage aus Baumwolle und Kunstfasern wie zum Beispiel Polyamid oder Polyester hergestellt. Oft handelt es sich auch um Mischgewebe. Hängematten aus Kunstfaser haben den Vorteil, dass sie leicht zu reinigen sind und schnell trocknen. Im ungünstigen Fall können Sie sich allerdings wie alle Polyesterstoffe elektrostatisch aufladen, was nicht immer angenehm ist. Etwas schwerer und angenehmer in der Handhabung ist ein Material aus Baumwolle. Außer der Tatsache, dass es mehr wiegt, hat reine Baumwolle leider den Nachteil, dass sie sehr viel langsamer trocknet als Kunstfaserstoffe.
Die Aufhängung
Hängematten werden in der Regel mit zwei festen Seilen zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängt. Dabei spielt sowohl die Traglast des Seiles als auch die Traglast eventueller Hilfsmittel wie Karabinerhaken eine Rolle. Wer sich im Garten ein schönes Plätzchen für die Hängematte ausgesucht hat, sollte darauf achten, nur die für das Gewicht richtigen Karabiner und Ösen zu verwenden. Diese findet man im Baumarkt oder bei einem Outdoorausstatter. Wird die Hängematte nicht zwischen zwei Bäumen, sondern an ein fertiges Gestell gehängt, ist die Vorrichtung meist schon fertig und die Hängematte kann bequem sofort aufgehängt werden.
Die Form der Hängematte
Hängematten gibt es in unterschiedlichen Formen. Eine mögliche Form ist die weiche Hängematte, die sich zusammenrollt, wenn niemand darin liegt. Diese Hängematte muss erst auseinander gezogen werden und hat den Nachteil, dass sie durch das Zusammenziehen an beiden Enden unbequem sein kann. Etwas bequemer ist eine Hängematte, bei der zwei Stäbe am Kopf und Fußende dafür sorgen, dass sie sich nicht einrollt.
Hängematten gibt es aus festem Gewebe oder aus Netzgewebe. Das blickdichte Gewebe ist etwas stabiler, gibt aber dafür nicht so leicht nach. Ein Netzgewebe kann sich sehr schön anpassen, bei harten Seilen kommt es aber auch vor, dass diese unangenehm drücken können. Was lieber genommen wird, ist letztlich Geschmacksfrage, deshalb empfiehlt es sich, einmal in der Hängematte zur Probe zu liegen.
Optik und Funktion
Bei der Optik gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, die passende Hängematte für den eigenen Garten zu finden. Es gibt eine große Auswahl an Herstellern, die auf eine sommerliche Frische setzen, indem sie viele bunte Farben verwenden. Wer es lieber dezenter mag, kann auf eine weiße Hängematte zurückgreifen. Für ein besonders edles Design kann das Weiß mit Echtholz an den Enden kombiniert werden.
Wichtiger ist an dieser Stelle die Funktion. Eine ganz spezielle Hängematte für den Outdoor-Bereich ist zum Beispiel die Amazonas-Hängematte, die sogar mit Mückenschutz geliefert wird und für Übernachtungen im Freien gedacht ist. Für den normalen Verbraucher reicht aber meist ein schlichtes Modell von Ikea, das zum Entspannen im Garten hergestellt wird. Ganz bequem und schnell aufstellbar ist die Hängematte von Fatboy, die gleich mit Gestell geliefert wird und nur wenige Handgriffe für den Aufbau braucht.
Folgende Fragen können erörtert werden, um das passende Produkt auszuwählen:
Die wichtigsten Fragen für die Auswahl der idealen Hängematte
- Wo soll die Hängematte aufgehängt werden und wie groß oder lang darf diese sein?
- Stehen Bäume als Möglichkeit zur Aufhängung zur Verfügung oder wird ein Gestell benötigt?
- Welche Optik passt sich am besten in die Umgebung ein?
- Wie viel Last sollte die Hängematte aushalten?
- Muss die Hängematte sehr wetterfest sein oder reicht eine normale Wetterfestigkeit aus?
Wer diese Fragen beantworten kann, wird sicher eine gute Wahl bei der Auswahl der Hängematte treffen.
Bild von LEEROY Agency auf Pixabay
