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Wann wurde der Milchaufschäumer erfunden?

Der Instrumentenbauer und Kaffeeliebhaber Martin Praetorius aus Beedenbostel ist der Erfinder des analogen Milchaufschäumers. Er suchte nach einem Weg, einen richtig guten Milchschaum zu erhalten und hat kurzum das passende Utensil erfunden und gebaut. Wann genau der Milchschaum selbst und das dazugehörige Gerät erfunden wurden, ist allerdings nicht genau belegt.

Was ist ein Milchaufschäumer?

Ein Milchaufschäumer ist ein elektrisches oder manuelles Gerät, welches flüssige Milch zu Milchschaum aufbereitet. Es gibt verschiedene Varianten der Milchaufschäumer. Die handbetriebene sowie auch die batteriebetriebene Variante ähneln einem Spiralbesen; ebenso zählt zu den manuellen Milchaufschäumern auch die Milchaufschäumerkanne, die ähnlich wie eine French-Press-Kaffeekanne funktioniert.

Wie funktioniert ein elektrischer Milchaufschäumer?

Die Milch wird im Milchaufschäumer erhitzt und durch den Quirl verwirbelt. Bei diesem Prozess wird Luft in die Milch gepumpt und durch die Verbindung von Luft in der Milch sowie die Erwärmung entsteht dann nach kurzer Zeit ein cremiger Milchschaum. Für den perfekten Milchschaum erhitzt das Gerät die Milch auf 65°- 69° Celsius.

Wofür braucht man einen Milchaufschäumer?

Für die Herstellung von Cappuccino, Latte Macchiato und anderen Kaffeespezialitäten benötigt man cremigen Milchschaum, aber auch für Kakaogetränke und sogar Cocktails kann man den Milchaufschäumer prima einsetzen.

Was sollte man vor dem Kauf eines Milchaufschäumers beachten?

Wenn nun die heimische Küche durch einen Milchaufschäumer ergänzt werden soll, ist es ratsam, sich verschiedene Milchaufschäumer im Test anzusehen, um herauszufinden, welcher die am besten passenden Eigenschaften hat.

Hierbei kann man herausfinden, ob man zum Beispiel einen Milchaufschäumer mit Induktion kaufen möchte, ob das Gerät auch eine Funktion haben soll, um Milch kalt zu schäumen, oder die Milch nur erhitzen soll, ohne zu schäumen. Dies können die meisten Milchschäumer ebenso.

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Kurz zusammen gefasst, sollte man beim Kauf auf folgende Kriterien achten:

  • Wie hoch erhitzt das Gerät die Milch?
  • einfache Reinigung (spülmaschinengeeignet)
  • Abschaltautomatik vorhanden?
  • Füllmenge
  • Zubereitungsdauer
  • Welches Material soll der Milchbehälter haben?
  • Energieverbrauch

 

Wie hoch erhitzt das Gerät die Milch?

Für einen cremigen Milchschaum ist es wichtig, dass das Gerät die Milch nicht über 70° erhitzt, denn dann zerfällt der entstandene Milchschaum. Auch die Dauer der Erhitzung sollte nicht zu lang sein. Der Nespresso Milchschäumer bereitet Milchschaum in 70-90 Sekunden mit einer Temperatur von 69°, beim JURA Milchschäumer kann man 3 verschiedene Temperaturstufen auswählen und auch die Zubereitungszeit liegt zwischen 70 und 90 Sekunden.

Einfache Reinigung (spülmaschinengeeignet)

Wichtig ist auch eine einfache und effektive Reinigung. Bei den meisten Herstellern kann man die abnehmbaren Teile ganz einfach in der Spülmaschine waschen. Zu den abnehmbaren Teilen gehören Rührbehälter, Einsätze und Deckel. Natürlich kann man diese Teile auch per Hand reinigen.

Abschaltautomatik vorhanden?

Damit die Milch nicht überhitzt und der Schaum zerfällt, sollte der Milchaufschäumer über eine Abschaltautomatik verfügen. So muss man den Zubereitungsprozess nicht beobachten und kann sich zurücklehnen, bis das Gerät ein Signal gibt. Die meisten Geräte haben mittlerweile eine Abschaltautomatik. Die Milchaufschäumer von Tchibo verfügen über eine Abschaltautomatik und teilen das Beenden des Vorgangs mit einem blinkenden Licht sowie einem Signalton mit. Auch sollte man darauf achten, dass die Geräte einen Überhitzungsschutz haben. Die meisten Geräte sind damit ausgestattet, genau wie mit einer Abschaltautomatik.

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Füllmenge

Die Füllmenge ist wichtig, wenn man für mehrere Kaffeespezialitäten gleichzeitig Milch schäumen möchte. Wenn man nur für 1 oder 2 Tassen Milchschaum erhalten möchte, wählt man einfach ein Gerät mit kleiner Füllmenge. Wichtig ist auch, zu beachten, dass die Füllmenge beim Schäumen geringer ist als beim Erhitzen. Die JURA-Milchaufschäumer bieten Füllmengen von 250 ml für das Aufschäumen und 340 ml für das Aufwärmen, während WMF-Milchaufschäumer Füllmengen zwischen 150 ml und 350 ml anbieten, für das Aufwärmen zwischen 250 ml und 500 ml. Die Füllmengen sind unterschiedlich je nach Hersteller und Typ.

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Zubereitungsdauer

Die Zubereitungsdauer ist ebenso ein wichtiger Punkt, den man beachten sollte, denn hier kann man natürlich Zeit und Energie sparen. Hier punktet der Induktion-Milchaufschäumer, da er eine kürzere Zeit für das Erhitzen der Milch benötigt. In der Regel benötigt ein Milchaufschäumer mit Heizspirale, zum Beispiel der Milchaufschäumer von Rossmann, 60-120 Sekunden, um den perfekten Milchschaum herzustellen.

Welches Material soll der Milchbehälter haben?

Auch die Wahl des Materials, in welchem der Milchschaum zubereitet wird, sollte beachtet werden. Es gibt verschiedene Materialien wie z. B. Edelstahl oder Cromargan, die mit einer Antihaftbeschichtung überzogen sind. Milchaufschäumer von WMF haben einen Behälter aus Cromargan, welches eine Markenbezeichnung des Herstellers ist. Der Begriff setzt sich aus den Bezeichnungen Chrom und Argan (lateinisch für Silber) zusammen, allerdings ist Silber nicht im Stahl enthalten, es beschreibt aber das silberähnliche Aussehen der Produkte. Es handelt sich um einen 18/10 Stahl, also eine Legierung aus 18 % Chrom und 10 % Nickel.

Energieverbrauch

Auch den Energieverbrauch sollte man im Blick behalten, auch wenn man denken könnte, dass so ein Milchaufschäumer nicht sehr viel Energie benötigt. Hier lohnt es sich, genauer auf die Leistung zu schauen. Die meisten Milchschäumer kommen auf eine Leistung von 500 Watt, wobei mehr Watt allerdings nicht bedeutet, dass das Gerät generell besser ist. Es lohnt sich besonders, auf die Werte des Standby-Betriebs zu achten, denn hier gehen die Werte oft weit auseinander.

Wichtige Fragen, um den passenden Milchaufschäumer zu finden:

  • Wie hoch sollte die Füllmenge sein?
  • Hat der Milchaufschäumer verschiedene Temperaturstufen?
  • Gibt es eine Abschaltautomatik?
  • Gibt es einen Überhitzungsschutz?
  • Ist das Gerät leicht zu reinigen, spülmaschinengeeignet?
  • Wie hoch ist der Stromverbrauch, besonders auch im Standby-Betrieb?
  • Welches Material soll der Milchbehälter haben?
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Diese Fragen können bei der Kaufentscheidung weiterhelfen, um das für sich passende Gerät zu finden und köstliche Kaffeespezialitäten aus der eigenen Küche zu genießen.

Bild von Hans auf Pixabay

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).