Der Louvre – alle Infos zur Geschichte

Der Louvre – ein Wahrzeichen der französischen Hauptstadt Paris. Foto: ©Alfredo / stock adobe

Seit 1797 gehören sie zusammen – das berühmte Bild „Mona Lisa“ und das Museum, in dem es hängt. Der Louvre und seine Geschichte sind gespickt mit Höhen und Tiefen und ebenso ereignisreich wie die des berühmten Gemäldes von Leonarda da Vinci. Das größte Kunstmuseum der Welt stellt ständig rund 35.000 Werke aus. Jährlich lockt es, insbesondere mit der „Mona Lisa“, Millionen Besucher an.

Was ist der Louvre?

Der Louvre und seine Geschichte faszinieren Kunst- und Kulturinteressierte weltweit. Ende des 18. Jahrhunderts als Symbol der Freiheit entstanden, handelt es sich inzwischen um ein weltweit berühmtes Kunstmuseum. Dieses besuchten zu Hoch-Zeiten zehn Millionen Menschen jährlich.

Allerdings schmälert dies die Besuchererfahrung. Laurence des Cars ist seit 2021 amtierende Direktorin des Louvres. Sie nennt diese Erkenntnis als Grund dafür, dass sie die Anzahl der täglich verkauften Tickets seit Januar 2023 auf 30.000 täglich beschränkt hat.

Der Besucheransturm im Louvre geht durch diese Maßnahme am Tag um rund ein Drittel zurück. Dennoch drohen lange Wartezeiten an der Tageskasse. Um während eines Besuchs Zeit zu sparen und an der Warteschlange vorbeizugehen, empfehlen sich für den Louvre Skip-the-line-Tickets.

Schließlich im Musée du Louvre angekommen, erwartet die Gäste eine der reichsten Kunstsammlungen weltweit. Insgesamt befinden sich auf einer Fläche von über 72.700 Quadratmetern mehr als 380.000 Ausstellungsstücke. Von diesen stellt das Museum jedoch „nur“ 35.000 Exponate aus.

Welche berühmten Kunstwerke hängen im Louvre?

Zu den weltweit berühmten Kunstwerken in der Ausstellung zählt unbestritten die „Mona Lisa“. Dieses 77 × 53 Zentimeter große Gemälde malte das Universalgenie Leonardo da Vinci zu Beginn des 16. Jahrhunderts.

Das Bild mit der geheimnisvoll lächelnden Dame blickt im Louvre auf eine Geschichte mit einigen Skandalen zurück. Vornehmlich in den Jahren seit 2022 häuften sich die Anschläge auf das Kunstwerk, das sich seit 2005 hinter Schutzglas befindet. Nach einer Attacke mit einer Sahnetorte im Mai 2022 bewarfen Klimaaktivistinnen die Mona Lisa im Jahr 2024 mit Suppe.

Neben dem wahrscheinlich berühmtesten Gemälde der Welt, das bereits im Schlafgemach von Napoleon Bonaparte hing, beherbergt der Louvre:

  • „Die Hochzeit von Kana“ von Paolo Veronese
  • „Felsgrottenmadonna“ von Leonardo da Vinci
  • „Der Geldverleiher und seine Frau“ von Quentin Matsys
  • „Erzengel Michael vertreibt Satan“ von Raffael
  • „Die Krönung Napoleons“ von Jacques-Louis David

Ebenso sehen Besucher Gemälde, die eng mit dem Louvre und seiner Geschichte in Zusammenhang stehen. Zu ihnen zählt das Kunstwerk „Die Freiheit führt das Volk“, das inzwischen als Sinnbild der Französischen Revolution gilt.

Wo steht der Louvre?

Für einen Besuch des Louvre reisen Kunstinteressierte in die französische Hauptstadt. Im Herzen von Paris, dem ersten Arrondissement, befindet sich das Kunstmuseum am rechten Ufer der Seine.

Den Haupteingang ins Musée du Louvre finden Besucher im Innenhof des ehemaligen Königspalasts. Hier steht die Glaspyramide, die inzwischen neben Eiffelturm und Notre-Dame zu den berühmten Pariser Bauwerken gehört. Sie dient seit 1988 als „Portal“ zum größten Kunstmuseum der Welt.

Die aus Stahl und 673 Glasscheiben bestehende Pyramide erreicht eine Höhe von stolzen 21 Metern. Obgleich sie aufgrund ihrer Größe auf die Bedeutsamkeit des Louvre hinweisen soll, bezeichnen einige Pariser sie scherzhaft als „Käseglocke“.

Die Geschichte des Louvre

Die Geschichte des Louvre begann, als die französische Monarchie ihr Ende fand. Im Sommer 1792 erstürmten die Sansculotten den Königspalast von Ludwig XVI. und erklärten Frankreich zur Republik.

Ein Jahr später, am 10. August 1793, entschied das Tribunal der Französischen Revolution, den ehemaligen Palast in das „Zentrale Kunstmuseum der Republik“ umzuwandeln. Auf die Weise entstand der Louvre als erstes öffentliches Museum der Welt.

Von der Burg zum Museum

Bereits lange vor der Französischen Revolution hat das Gebäude, in dem sich heute der Louvre befindet, seinen Ursprung. Im Mittelalter bis zur ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts handelte es sich um eine Burg, die dem Schutz von Paris diente.

Erst Charles V. entschied sich, das Bauwerk als königliche Residenz zu nutzen. Diese Aufgabe behielt es rund 700 Jahre, bis die Französische Revolution der Monarchie ein Ende setzte.

Zunächst befanden sich im neu entstandenen „Zentralmuseum für die Künste der Republik“ hauptsächlich Gemälde. Diese beschlagnahmte der Nationalkonvent von der Kirche und wohlhabenden Emigranten. Der Hauptteil der Sammlung stammte jedoch aus dem Gemäldekabinett von König Franz I. sowie aus dem Besitz von König Ludwig XIV.

Später erweiterten sich die Ausstellungsstücke um Kunstwerke aus Italien, die Napoleon Bonaparte im Zuge seiner Eroberung nach Frankreich bringen ließ. Kurz darauf änderte sich der Name des Museums zu Ehren des berühmten „Sponsors“ in „Musée Napoléon“.

Nach Napoleons Sturz 1815 erlebte das Kunstmuseum zunächst eine Flaute, da keine weitere Raubkunst die Ausstellungsräume schmückte. Fortan ergänzten dafür Schenkungen und Ankäufe die Exponate.

Die Ausstellungen im Louvre

Nach seiner Zeit als Burg, Königsresidenz und Arbeitsplatz für Künstler dient der Louvre heute als Museum. Dieses macht der Öffentlichkeit Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Keramiken und weitere Kunstobjekte aus über 5.000 Jahren zugänglich.

Die Ausstellungsbereiche im Louvre gliedern sich in 403 Säle und zehn Kategorien:

  • Orientalische Sammlung
  • Ägyptische Sammlung
  • Skulpturen
  • Gemälde
  • Griechische, etruskische und römische Sammlung
  • Islamische Kunst
  • Kunsthandwerk und
  • Graphik
  • Kunst aus Afrika, Asien, Ozeanien, Nord- und Südamerika

Der zehnte Ausstellungsbereich befasst sich mit der Geschichte des Louvre.

TIPP: Vor einem Besuch des Louvre informieren sich die Gäste über den besten Zeitpunkt für die Museumstour. Wer sich nicht an großen Besuchermengen stört, wählt dafür den 14. Juli aus. An diesem Tag verlangt das Kunstmuseum keinen Eintritt.

Der Louvre heute – mehr als ein Museum

Trotz des Museumscharakters, den der Louvre seit seiner Eröffnung beibehielt, geht sein Wert heute weit über eine Kultureinrichtung hinaus. Er repräsentiert ein Stück der französischen Geschichte, indem er die Freiheit des Volkes symbolisiert.

Gleichzeitig handelt es sich bei dem meistbesuchten Museum der Welt um eine der bedeutenden Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt.

Fazit

Nach dem Ende der Monarchie in Frankreich übergab der Nationalkonvent den ehemaligen Königspalast als eine Art Geschenk an das Volk. Dadurch entstand der Louvre als erstes öffentliches Museum der Welt. Heute handelt es sich um eine der größten und meistbesuchten Kultureinrichtungen weltweit, in der einige der berühmtesten Meisterwerke der Menschheitsgeschichte hängen.