in

Wann wurde der Rollcontainer erfunden?

Die Geschichte des Rollcontainers als Schreibtischunterschrank geht bis ins Jahr 1969 zurück. Damals entwickelte der Designer Joe Colombo den ersten Rollcontainer für B-Line – einen Möbelhersteller, der unter anderem die damals noch sehr futuristischen und eher ungewöhnlichen Designs Colombos auf den Markt warf. Tatsächlich ist der Rollcontainer ein wunderbares Beispiel für die Idee hinter Colombos Mobiliar – der Italiener liebte flexible Möbel, die für die unterschiedlichsten Bereiche eingesetzt werden konnten und deren erster Ansatz es war, dem Nutzer das Leben etwas leichter zu machen.

Was genau ist eigentlich ein Rollcontainer?

Ein Rollcontainer ist Schreibtischunterschrank mit Rollen. Den Standcontainer gab es bereits vor dem Rollcontainer – der Vorteil des Schranks mit Rollen ist einfach seine variable Einsatzmöglichkeit und die Chance, dieses Möbelstück ohne großen Aufwand von A nach B zu verschieben. In Zeiten von Homeoffice und Arbeitsplatzsharing ist ein solches Möbelstück aus den meisten Büros nicht mehr wegzudenken.

Da man Rollcontainer in aller Regel abschließen kann, besteht hier auch die Möglichkeit für Arbeitnehmer, private Dinge abzulegen, ohne das diese direkt von jedem gesehen werden können. Der Schreibtischunterschrank selbst besteht aus mehreren Schubladen, von denen in der Regel die oberste abschließbar ist. Ist die oberste Schublade abgeschlossen, kann man keine der unteren Schubladen mehr öffnen.

Das oberste Fach ist so gestaltet, dass hier Stifte, kleine Zettel wie Haftnotizen, Büroklammern und ähnlicher Bürobedarf gelagert werden kann. Auch ein Brieföffner und eine Schere können hier unterkommen. Die Schubladen darunter sind je nach Modell unterschiedlich groß. Manche Container verfügen über vier oder fünf gleich große Fächer. Andere wiederum haben ganz unten ein großes Fach für Hängeakten und darüber nur eine oder zwei Schubladen zum Ablegen von anderen Unterlagen.

Siehe auch  Wer hat Zewa erfunden?

Warum braucht man einen Rollcontainer?

Der Rollcontainer ist der perfekte Ablageplatz direkt unter dem Schreibtisch. Er ist nicht fest mit dem Schreibtisch verbunden und kann daher sowohl rechts als auch links vom Arbeitsplatz aufgestellt werden. Wenn unter dem Tisch selbst zu wenige Raum ist, kann er auch separat für sich im Raum stehen. Der große Vorteil dieses Möbelstücks ist der große Stauraum mit vergleichsweise geringem Platzbedarf.

Da der Rollcontainer zusätzlich abschließbar ist, können hier auch Unterlagen, die nicht für jedermanns Augen bestimmt sind, bequem verwahrt werden. Aufgrund des großen Platzangebots im Inneren dieser Möbelstücke hat der Rollcontainer es inzwischen auch schon aus den Büros und privaten Arbeitszimmern hinausgeschafft. Tatsächlich gibt es die einstigen reinen Schreibtischcontainer heute in vielfacher Form in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens.

Keine Produkte gefunden.

Der Rollcontainer in verschiedenen Rollen

Es gibt Rollcontainer aus Metall und solche aus Holz. Eher günstige und dafür nicht so langlebige Modelle werden auch aus Kunststoff hergestellt. Wer in seinem Container sensible Papiere ablegen möchte und sichergehen möchte, dass diese selbst im Fall eines Feuers weitgehend sicher sind, sollte sich für die Metallvariante entscheiden.

Eine vorherrschende Farbe gibt es bei diesem Möbelstück schon lange nicht mehr. Waren Schreibtischcontainer früher eher Weiß gehalten, gibt es sie heute in allen möglichen klassischen Möbelfarben und selbst in bunten Modefarben sind sie zu finden. Namhafte Hersteller wie Hülsta haben solche Schreibtischcontainer ebenso im Sortiment wie Discounter wie Ikea oder Poco. Spannenderweise findet man diese beliebten Möbelstücke aber schon lange nicht mehr nur im Büro.

Auch im Schlaf– oder Ankleidezimmer haben sie längst Einzug gehalten. So zum Beispiel als Lagerungsort für verschiedenes Schminkzubehör und Pflegeprodukte unter einem Schminktisch. Oft sind solche Schränke auch in Vorratskammern oder im Badezimmer anzutreffen. Gerade im Bad werden hier häufig Vorräte an Toilettenartikeln gelagert.

Siehe auch  Wann wurde der Begriff „Home-Office“ geprägt?

Nice to know

Eine ganz besondere Unterart des Rollencontainers findet man heute in den meisten Werkstätten. Die verschiebbaren Werkzeugschränke sind Container mit mehreren – in diesem Fall oft dünneren – Schubladen auf Rädern. In diesen Schubläden werden Werkzeuge und andere Dinge wie Schrauben, Dübel etc. gelagert. Da diese Schränke geschoben werden können, kann man sie überall in der Werkstatt gleichermaßen aufstellen. So spart man sich weite Wege, wenn man bei der Arbeit ein anderes Werkzeug oder eine neue Schraube braucht.

Diese Fragen sollte man sich vor dem Kauf stellen

Wer kurz davor steht, sich im privaten Bereich, für sein Arbeitszimmer oder sogar für sein Unternehmen für mehrere Büros Rollcontainer anzuschaffen, sollte sich vorher verschiedene Fragen stellen und einige Punkte im Vorfeld für sich festlegen.

1)      Welche Tiefe soll der Rollcontainer haben?

Im Ursprung war dieses Möbelstück als reiner Schreibtischunterschrank gedacht. Aus diesem Grund ist es recht schmal gehalten, dafür aber sehr tief im Vergleich zu anderen Möbelstücken. Damit passt es perfekt unter die meisten Schreibtische und bietet eine Menge Stauraum. Wenn man die Schublade ganz aus dem Container herauszieht, kann man jeden Winkel dieses Stauraums ganz bequem erreichen.

Doch wer seinen Rollcontainer eben nicht als Unterschrank verwenden möchte, sollte auf ein moderneres Design mit weniger Tiefe zurückgreifen. Andernfalls könnte der Container, wenn er nicht quer vor der Wand steht, sondern in den Raum hineinragen soll, den so weit in den Raum hineinragen, dass es stört. Auch ein Container unter einem Schminktisch sollte eher quadratisch gehalten sein.

2)      Das Material

Modelle aus Holz und Metall haben in aller Regel eine recht hohe Lebenserwartung. Anders sieht das bei Modellen aus Kunststoff aus. Zum einen sind diese nicht so belastbar (Papier, kann ganz schön schwer werden) und zum anderen wird das Material irgendwann einfach porös und brüchig.

Siehe auch  Frühjahrsputz – wann und warum?

3)      Die Größe der Schubladen

Diese ist tatsächlich wichtig, damit der Container auch wirklich genau so genutzt werden kann, wie er soll. Wer sich den Rollcontainer beispielsweise als Ablagefläche für einen Schminktisch kauft, braucht keine Schublade mit besonderer Höhe. In den meisten Fällen ist hier ein Modell mit mehreren gleich hohen Schubladen die beste Wahl. Wer allerdings Hängeakten in seinem Rollcontainer lagern möchte, sollte über eine Schublade mit entsprechenden Schienen und einer passenden Höhe nachdenken.

Bild von Ulrike Mai auf Pixabay

Avatar-Foto

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).