Wann wurde das „Kamasutra“ veröffentlicht?

Kamasutra
Bild: © deagreez / stock adobe

Erotische Literatur findet sich in den Bücherregalen vieler Leser. Noch vor wenigen Jahrzehnten war es in Deutschland undenkbar, explizite Sexszenen in einem Buch zu verarbeiten. Anders sah es in Indien aus, als Vatsyayana Mallanaga die „Verse des Verlangens“ verfasste, besser bekannt als „Kamasutra“.

Das auch als „Kamasutram“ bezeichnete Werk erschien vermutlich zwischen 200 und 300 n. Chr. Es gehört zu den traditionellen Lehrwerken der Erotik und beschreibt den Umgang von Mann und Frau miteinander. In der westlichen Kultur erregte das aus sieben Büchern bestehende Werk aufgrund der zahlreichen darin beschriebenen Sexpositionen Aufmerksamkeit.

Was ist das „Kamasutra“?

Der Name „Kamasutra“ setzt sich aus zwei Begriffen zusammen. „Kama“ gehört zu den wichtigen Lebenszielen der Hindus und meint die „Erfüllung des sinnlichen Verlangens“. Das Wort „Sutra“ steht für eine indische Lehrschrift. Folglich handelt es sich um eine in Textform verfasste Lehre, die Männern und Frauen gleichermaßen helfen soll, sexuelle Erfüllung zu finden.

Ursprünglich richtete sich Vatsyayana Mallanaga mit seinem Werk an junge Männer aus gutem Hause. Seine Ausführungen sollten sie dabei unterstützen, eine Frau zu verführen und sexuell zu befriedigen. Als das „Kamasutra“ als Buch erschien und weltweit veröffentlicht wurde, ging ein Großteil der ursprünglichen Bedeutung verloren. Die Mehrzahl der Leser reduzierten das Werk auf die dargestellten Stellungen beim Sex.

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Woraus setzt sich das „Kamasutra“ zusammen?

Das „Kamasutra“ erhalten Leser von mehreren Verlagen als Printausgabe. Alternativ laden sie sich das Werk in Teilen oder als Gesamtausgabe als E-Book auf ihren E-Book-Reader oder sehen sich den Film „Kamasutra“ an. Dieser befasst sich weniger mit den Lehren der Liebe und Erotik. Vielmehr handelt es sich um ein Beziehungsdrama, das im Indien des 16. Jahrhunderts spielt.

Das eigentliche „Kamasutra“ besteht aus sieben Büchern, eingeteilt in mehrere Kapitel:

1. Buch: Allgemeiner Teil oder Sadharana

Das 1. Buch ist eine Art Einleitung, die aus fünf Unterkapiteln besteht. Sie widmet sich dem Inhalt des folgenden Werks und verweist auf die laut den Hindus anzustrebenden Lebensziele.

2. Buch: Über den Liebesgenuss oder Samprayogika

In zehn Kapiteln erhalten die Leser im 2. Buch einen Überblick über die unterschiedlichen Spielarten der Liebe. Neben klassischem Sex beschreibt das „Kamasutra“, wie Küsse, Bisse und Oralsex zum Lustgewinn beitragen. Ebenso befasst sich das Werk mit Lustschmerz und damit einem charakteristischen Bestandteil für BDSM-Sex.

3. Buch: Über den Verkehr mit Mädchen oder Kanyasamprayuktata

Die fünf Kapitel des 3. Buches befassen sich mit dem richtigen Umgang mit Frauen. Die an Männer gerichteten Ratschläge beginnen mit dem Umwerben des gewählten Mädchens und reichen bis zur Hochzeit des Paars.

4. Buch: Über die verheirateten Frauen oder Bharyadhikarika

Die zwei Kapitel des 4. Buches klären den Leser über das weibliche Verhalten in unterschiedlichen Formen der Ehe auf.

5. Buch: Über die fremden Frauen oder Paradika

In den sechs Kapiteln des 5. Buches erfahren die Lesenden, wie sie sich gegenüber den Frauen anderer Männer verhalten sollten.

6. Buch: Über die Hetären oder Vaisika

In den sechs Kapitel des 6. Buches bekommt der männliche Leser Ratschläge für den Umgang mit einer Kurtisane.

7. Buch: Geheimlehre oder Upanisad

In den beiden letzten Kapiteln des Werkes, in Buch 7, beschreibt das „Kamasutra“ spezielle sexuelle Praktiken, um die Leidenschaft wiederzuerwecken. Ebenfalls enthalten Leser Tipps, wie sie den eigenen oder einen anderen Körper stimulieren können.

Welche Kamasutra-Stellungen sind bekannt und beliebt?

Obgleich das „Kamasutra“ Positionen für das Liebesspiel zwischen Mann und Frau beschreibt und illustriert, spielen sie im Werk eine untergeordnete Rolle. Lediglich im zweiten Buch des Lehrwerks der Erotik finden sie Erwähnung. Dennoch bleiben vorwiegend die ausgefallenen und besonders lustvollen Stellungen vielen Lesern in Erinnerung:

  • Die weit geöffnete Stellung: Der Mann liegt bei dieser Stellung oben. Beide Partner strecken die Beine aus. Die Frau hebt ihre Beine an und spreizt sie weit, sodass ihr Sexpartner tief in sie eindringen kann.
  • Die hoch gerundete Stellung: Auch in dieser Position liegt der Mann auf der Frau. Diese streckt ihm das Becken mit gewölbtem Rücken entgegen. Aus dieser Kamasutra-Stellung ergibt sich ein Winkel, bei dem der Penis die Vagina tief penetriert.
  • Die seitliche Stellung: Das Paar liegt mit einander zugewandten Gesichtern Seite an Seite, während der Mann von vorn in seine Partnerin eindringt.
  • Die gedrehte Stellung: Diese Position ähnelt der klassischen Missionarsstellung. Allerdings liegt der Mann umgekehrt auf seiner Partnerin, sodass sein Gesicht zu ihren Füßen zeigt.
  • Die schwebende Vereinigung: Der Mann lehnt sich bei dieser Stellung an eine Wand, während die Frau die Hände in seinem Nacken verschränkt. Er hebt seine Partnerin an den Schenkeln nach oben und dringt in sie ein. Sie umschließt seine Taille mit den Beinen.
  • Die Elefantenstellung: Die Frau liegt auf dem Bauch und ihr Partner dringt von hinten in sie ein.
  • Die Kuh-Stellung: Auch bei dieser Position dringt der Mann von hinten in seine Partnerin ein. Beide stehen und die Frau beugt ihren Oberkörper Richtung Boden. Um sich zu stabilisieren, kann sie sich mit den Händen abstützen.

Insgesamt beschreibt das „Kamasutra“ 729 Sexstellungen, die das sinnliche Verlangen von Mann und Frau gleichermaßen erfüllen sollen.

Damit Paare sich die beschriebenen Positionen besser vorstellen können, drucken viele Verlage im „Kamasutra“ Bilder der jeweiligen Positionen ab.

Ob und welche Stellungen die Liebenden ausprobieren, entscheiden sie anhand individueller Vorlieben. Grundsätzlich sollten sie darauf achten, dass ihnen der Kamasutra-Sex Vergnügen bereitet. Fühlen sie sich mit einer Position unwohl oder überfordert, wechseln sie zu einer anderen Variante.

Mit welchen Sexspielzeugen können Paare die Kamasutra-Positionen kombinieren?

Aufgrund der Vielzahl vorgestellter Positionen kann es Paaren schwer fallen, sich für eine Sexstellung aus dem „Kamasutra“ zu entscheiden. Abhilfe schafft ein Kamasutra-Würfel, auf dessen sechs Seitenflächen jeweils eine beliebte Sexposition abgebildet ist. Alternativ finden sich acht- oder zwölfseitige Würfel, die das Liebesspiel noch abwechslungsreicher gestalten.

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Paare, die Fessel- und Dominanzspiele bevorzugen, verleihen einigen Kamasutra-Stellungen mit Handschellen oder miteinander verbundenen Handmanschetten eine besondere Würze. Ebenso wie den Kamasutra-Würfel finden sie die Sexspielzeuge in einem Online-Sexshop wie Beate Uhse oder Amorelie.

Alternativ besteht die Möglichkeit, den Sex nach dem „Kamasutra“ mit einer Massage oder anderen Zärtlichkeiten zu verschönern. In dem Fall eignen sich Massageöle oder duftende Lotionen als Extra beim Liebesspiel.

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