Wann wurde das Raclette erfunden?

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Raclette ist eine der zahlreichen „Erfindungen“ aus der Schweiz, die uns heute an vielen Abenden voller kulinarischer Feinheiten begleiten. Dabei ist die Tradition des Käseschmelzens nachweislich bereits mehr als 400 Jahre alt. Damals wurde der sehr aromatische Walliser Käse mit der Schnittkante in Richtung Feuer gelegt. Wenn die oberste Schicht des Käses dann geschmolzen war, wurde sie mit einem Messer oder einem Schaber vom Käse abgezogen und auf ein Stück Brot gestrichen.

Diese Tradition lässt sich unter den Hirten im Wallis bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Käse aus dem Wallis selbst war allerdings schon früher im wahrsten Sinne des Wortes weltberühmt. Die Römer nannten ihn Alpkäse. Im antiken Rom wurde dieser Käse als wertvolles Handelsgut angesehen und teilweise sogar als Zahlungsmittel akzeptiert.

Im Wallis selbst war dieser Käse ein beliebtes Arbeitsentgelt und als Exportprodukt brachte es der Region einen frühen regen Handel ein. Damit hat das heute bis weit über die Grenzen der Schweiz hinaus betriebene Raclettieren seinen Ursprung im kleinen Südschweizer Kanton Wallis.

Vom Bratkäse zum heutigen Raclette

Im Mittelalter und in der Renaissance war diese Art Käse nur als „Bratkäse“ bekannt. Der volle Laib Käse wurde halbiert oder geviertelt, dann wartete man am Feuer, bis die oberste Schicht sich langsam verflüssigte. Vom anschließenden Vorgang des Abschabens hat das heutige Raclette letztlich seinen Namen. Denn das Wort „Raclette“ stammt vom französischen Wort „racler“, was so viel wie schaben bedeutet.

Im Jahr 1909 gab es eine kantonale Ausstellung in der Schweiz. Im Rahmen dieser Ausstellung sollten die besten einheimischen Weine vorgestellt und verkostet werden. Begleitet wurde die Weinverkostung mit dem Angebot von „Bratkäse“. Doch da dieser Name bei Weitem nicht so elegant klang, wie man es in diesem Zusammenhang gern haben wollte, wurde kurzerhand der Titel Raclette erfunden.

Raclette heute – ein Klassiker, der sich in fast jedem Haushalt findet

Heute findet sich ein Raclette-Gerät in nahezu jedem Haushalt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei handelt es sich um ein festes Element mit einer Heizspirale. Auf dieser Heizspirale wird eine Grillplatte – gern heute auch ein heißer Stein – aufgelegt. Unter der Spirale ist Platz für mehrere kleine Pfännchen, in denen der Käse schmilzt. So geschmolzen, wird er dann auf die Dinge gelegt, die man vorher auf der Grillfläche zubereitet hat. Die Grillfläche selbst erinnert stark an einen klassischen Elektrogrill.

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Dabei gibt es eine Vielzahl interessanter Raclette-Rezepte. Neben klassischem Raclettekäse, der übrigens seine Ursprünge im oben beschriebenen Bratkäse hat, wird heute auch gern Gouda, Emmentaler oder Mozzarella zum Schmelzen beim Raclette verwendet. Ob auf dem Raclette-Grill ein vegetarisches Raclette zubereitet wird oder ob Sie sich dabei eher an verschiedenen Fleischvariationen gütlich tun, ist natürlich reine Geschmackssache.

So unterschiedlich kann man Raclette machen – Variationen und Rezeptvorschläge

Wer einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie bei einem gemütlichen Raclette plant, stellt sich natürlich erst einmal die Frage, was man für Raclette alles braucht. Hier haben wir einmal die wichtigsten Dinge für Sie zusammengetragen:

Das richtige Raclette-Gerät

In Sachen Raclette-Geräte gibt es eine ganze Reihe verschiedener Anbieter. Dabei finden sich große Namen wie das Tefal-Raclette oder das WMF-Raclette. Doch auch No-Name-Geräte erfüllen ganz gut ihren Zweck – sie bringen nur oft etwas weniger Heizleistung mit.

Der wichtigste Punkt, wenn Sie ein Raclette kaufen möchten, ist die Frage, mit wie vielen Personen Sie das Gerät nutzen möchten. Hier gibt es die folgenden Standard-Größen:

  • Raclette für 2 Personen
  • Raclette für 4 Personen
  • Raclette für 6 Personen
  • Raclette für 8 Personen
  • Raclette für 10 Personen
  • Raclette für 12 Personen

Die Größe des Geräts und der Grillfläche ist dabei jeweils der Personenzahl angepasst, ebenso wie die Zahl der Vorrichtungen für die Pfännchen unter der Heizspirale.

Einen zusätzlichen Unterschied macht die Art der Grillfläche selbst. Hier wird in der Regel eine klassische beschichtete Grillfläche angeboten. Alternativ kann man auch Geräte mit einem heißen Stein kaufen. Die beiden Oberflächen unterscheiden sich in der Hauptsache in der Art und Weise, wie sie die Hitze speichern und an das Grillglut weitergeben.

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  • Perfektes Grillergebnis – Mit einer Grillfläche von 48,5 x 24 cm bietet der Raclette Grill auf 2 unterschiedlichen Flächen viel Platz für das Grillen von allerlei köstlichen Zutaten.
  • Leckeres Raclette – Mit dem SEVERIN Raclette können in gemütlicher Runde 8 Pfännchen mit leckeren Zutaten bestückt und Gemüse oder Fleisch auf der Grillplatte zubereitet werden
  • Antihaft-Beschichtung – Das Raclette mit Steinplatte verfügt über antihaftbeschichtete Pfännchen und eine Wendegrillplatte – keine Fremdfette nötig und einfache Reinigung
  • Details – SEVERIN Raclette-Grill mit 8 Raclette Pfännchen, Naturgrillstein und gerillte Grillplatte mit Antihaft-Beschichtung, max. 1.700 W Leistung, Artikelnr. 2373

Die wichtigsten Raclette-Zutaten

Für einen gelungenen Raclette-Abend brauchen Sie:

  • Gemüse oder Fleisch für die Grillfläche
  • Pellkartoffeln
  • Raclette-Dips
  • Raclette-Beilagen wie etwa
    • Champignons
    • Paprika
    • Ananas
    • Salate
    • Spargel
    • Zwiebeln
    • Thunfisch
    • Alles, was Ihnen so schmeckt
  • und natürlich den passenden Käse:
    • Raclettekäse
    • Gouda
    • Emmentaler
    • Mozzarella
    • Oder anderer Käse nach Ihrem Geschmack

Diese ausgefallenen Raclette-Ideen gibt es

Sowohl für die Grillfläche als auch für die Pfännchen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Ideen und Rezepte.

Da wären beispielsweise für die Grillfläche mit Feta-Käse gefüllte Mettbällchen. Sie nehmen einfach etwas Mett, schneiden Schafskäse in kleine Würfel und schließen einen Feta-Würfel in einer Mettkugel ein.

Für die Pfännchen gibt es beispielsweise das Pizza-Raclette. Hier wird in der Pfanne ein Pizzateig wie in einem Minibackofen gebacken. Dafür schneiden Sie vor dem Raclette einen fertig gekauften Teig in Stücke, die perfekt in die Pfännchen passen. Nachdem der Teig kurz vorgebacken wurde, können Sie ihn nach Belieben belegen. Ob mit Salami, Champignons, Brokkoli, Schinken, Meeresfrüchten, Knoblauch, Zwiebeln oder Gyrosfleisch – das bleibt natürlich vollkommen Ihnen überlassen. Was nicht fehlen darf, ist die Tomatensoße und der Käse zum Überbacken.

Eine andere spannende Raclette-Variante ist das süße Raclette. Hier können beispielsweise Marshmallows zusammen mit Schokolade im Pfännchen zubereitet werden. Auch Pfannkuchenteig lässt sich wunderbar im Raclette-Pfännchen abbacken. Anschließen können Sie diesen mit Bratapfelschnitten von der Bratfläche verfeinern. Wer es dann lieber herzhaft mag, der belegt den Pfannkuchen mit gegrilltem Speck.

Die Möglichkeiten bei der Gestaltung Ihres ganz persönlichen Raclettes sind enorm vielseitig und letztlich ist für absolut jeden Geschmack etwas dabei.

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